Autor: rgorek

25.11.17 Hohnsteiner SV – SV Königstein 8:3 (5:1)

Drei Grad Außentemperatur, leichter bis starker Regen, eigentlich kein Wetter bei dem man einen Hund vor die Tür schickt. Fußball gespielt werden musste aber trotzdem, den der SV Königstein war zu Gast in Hohnstein. Nach dem Erfolg der Hausherren in der Vorwoche wollte man gegen die Festungsstädter nachlegen, auch wenn der Aufsteiger, der einen Saisonstart nach Maß hingelegt hatte, sicherlich kein leichter Gegner werden würde.

Kleines Novum zum Anpfiff, die Königsteiner Anhänger sind trotz widriger Witterungsverhältnisse zahlreich erschienen. In Hohnstein hat sich bis dato noch kein Zuschauer aus dem Haus getraut. So ging es also vor „Auswärtskulisse“ zum Anstoß. Dort gelang Hohnstein allerdings ein fulminanter Kaltstart. Bereits in der vierten Minute konnten die Hausherren einen Eckball herausholen. Diesen streichelte Jens Heymann gefühlvoll auf den Mann mit der Hubschraubermütze, Aleksandar Thomas, welcher mühelos einnicken konnte. In der Folge versuchte Hohnstein weiter nach vorn zu spielen, lies aber die ein oder andere Möglichkeit liegen. Königstein auf der anderen Seite hatte merkliche Probleme ins Spiel zu finden und kam so eher selten in Tornähe. Trotz einer optischen Überlegenheit, dauerte es bis zur 21. Minute ehe Hohnstein das nächste Mal jubeln durfte. Nachdem sich Maik Puttrich über rechts durchsetzen konnte, zog er von der Strafraumgrenze flach ab. Diesen Ball konnte der Königsteiner Schlussmann noch abwehren, allerdings genau vor die Füße von Martin Eichler, der gedankenschnell reagierte und den Ball per Grätsche im Kasten unterbrachte. Nun schien Eichler Blut geleckt zu haben, denn bereits in der 26. Minute netzte er erneut. Wieder nach einem Zusammenspiel mit Maik Puttrich, nahm er sich aus 20 Metern ein Herz und zog per linkem Außenrist flach ins untere Toreck ab. Weil aller guten Dinge ja bekanntlich drei sind, versuchten es die beiden Hohnsteiner Akteure in 28. Minute abermals. Eckball Maik Puttrich und in der Mitte steigt Martin Eichler am höchsten und köpft unbedrängt zum 4:0 für Hohnstein ein. Ein lupenreiner Hattrick in sieben Minuten, so etwas sieht man auch nicht alle Tage. Nun schien bei den Gästen aus Königstein endgültig die Gegenwehr zu schwinden. Der Anstoß der Gäste konnte schnell zurückerobert werden und dann zogen Eric Richter und Martin Eichler auf der linken Hohnsteiner Seite ein kurzes und sehr sehenswertes Doppelpassspiel auf. Am Ende eine punktgenaue Flanke in die Mitte, genau auf den Kopf von Aleksandar Thomas, der gefühlt immer einen Meter über dem Boden schwebt, und der Hohnsteiner Angreifer brauch nur noch einnicken. Damit schien die Partie, für viele Beobachter überraschend, bereits nach einer halben Stunde entschieden, auch weil die Gäste in der Folge damit beschäftigt waren lautstark auszuwerten, wer eigentlich der schlechteste Spieler auf dem Platz war. Dies geschah zum Teil in einer nicht jugendfreien Wortwahl, so dass sich der Schiedsrichter genötigt sah eine gelbe Karte für die Beleidigung des eigenen Mitspielers zu zeigen, habe ich so auch noch nicht erlebt. In der 34. Minute dann ein kleiner Lionel-Messi-Gedächtnismoment, vorgeführt vom Zauberfüßler vor dem Herrn Maik Gebauer. Nachdem der Hohnsteiner Verteidiger an der Mittellinie den Ball erobern konnte, setzte er zum Solo Richtung Königsteiner Tor an, lies im Strafraum noch zwei Gegenspieler per Schürze ins Leere laufen und legte den Ball dann quer auf Eric Richter. Dieser fußballerische Glanzmoment hätte eigentlich ein Tor verdient, allerdings zielte Richter etwas zu genau und setzte den Ball knapp neben den Pfosten. Nun eine Szene, die mir sogar einen eigenen Absatz wert ist:

Wir schreiben die 37. Spielminute, ein Königsteiner Spieler versucht im Niemandsland zwischen Strafraum und Mittellinie einen Ball anzunehmen und rutscht dabei etwas unbeholfen aus. Und dann passiert das, was ich so eigentlich nie für möglich gehalten hätte, ein Königsteiner beschwert sich mit einem kräftigen „Sch… Platz“ über den Hohnsteiner Rasen. Sicherlich kann das Grün der Hohnsteiner Wiese nicht mit dem Wembley-Rasen rund um die Eckfahnen in der Pfaffenstein-Arena mithalten. Aber mal ehrlich, sich über einen Rasenplatz zu beschweren, wenn man seine Trainingseinheiten und Heimspiele auf dem Königsteiner Geläuf austragen muss, da kommt einen dann doch der Spruch vom Nichtschwimmer und der Badehose in den Sinn.

Aber zurück zum Spiel…Vor der Pause lässt Hohnstein die Zügel etwas schleifen und überlässt den Gästen etwas mehr das Spiel. Dies rächt sich dann auch prompt in der 45. Minute, als sich nach einem Ballverlust der Hohnsteiner im Spielverlauf, Andy Hartig auf den Weg in Richtung Hohnsteiner Tor macht. An der Strafraumgrenze angekommen, behält er die Ruhe und trifft technisch perfekt per Pieke flach ins lange Eck. So ging es zwar mit einem kleinen Dämpfer aber mit einer immer noch beruhigenden Führung für Hohnstein zum Pausentee.

Nach der Pause merkte man den Königsteiner an, dass sie gewillt waren, noch einmal zu versuchen die Partie spannend zu machen. So hatte Hohnstein in der Anfangsphase der zweiten Hälfte sichtlich Probleme wieder ins Spiel zu finden. In der 55. Minute dann ein Gastgeschenk des Schiedsrichters für Königstein. Mahmut Öczan prallt bei Schussversuch an Tobias Schulz ab und der Unparteiische zeigt auf dem Punkt. Begründung des Mannes in Schwarz „Er hatte seine Füße dabei.“, also merken fürs nächste Mal, einfach auf Knien verteidigen, dann passt das schon. Den fälligen Strafstoß verwandelt Kevin Huß flach ins linke untere Eck. Nun kam bei Hohnstein noch einmal kurz Nervosität auf, doch glücklicherweise spielte man in Grün und nicht in Schwarz-Gelb. Und so stellte der Mann des Tages, Martin Eichler mit seinem vierten Treffer in der 70. Minute den alten Abstand wieder her. Dabei wurde auf ein bewährtes Muster an diesem Tag zurückgegriffen. Eckball Maik Puttrich, Martin Eichler steigt in der Mitte am höchsten und köpft ein. In der 75. Minuten durften dann die Gäste noch einmal zeigen, dass sie beim Kopfballanschauungsunterricht an diesem Tag etwas gelernt hatten. Nach einem Eckball der Königsteiner konnte sich Felix Richter am kurzen Pfosten durchsetzen und zum 6:3 einnicken. Noch einmal ein kurzer Hoffnungsschimmer für Königstein, doch dieser wird bereits in der 77. Minute wieder zunichtegemacht. Wieder markiert ein Eckball von Maik Puttrich die Entstehung, doch diesmal können die Gäste den Ball eigentlich klären. Allerdings versuchen sie dann das Spiel mit einem Rückpass auf ihren Torhüter aufzubauen, welcher von Aleksandar Thomas in Bedrängnis gebracht wird. Folglich landet dessen Befreiungsschlag direkt vor den Füßen von Robert Eichler. Der zeigt seine ganze Erfahrung, als er den Schlussmann der Gäste erst ins Tor zurückeilen lässt, um den Ball dann mit einem Schlenzer aus 23 Metern gegen die Laufrichtung in den Maschen unterzubringen. Der Schlusspunkt der Partie dann in der 80. Minute. Diesmal legt Robert Eichler am Strafraum auf den nach vorn geeilten Tobias Schulz ab und dieser trifft mit einem 130-km/h-Gewalthammer unter Zuhilfenahme eines gegnerischen Rückens zum 8:3-Endstand.

Alles in allem ein gelungener Fußballnachmittag für die Hohnsteiner, auch wenn im Vorfeld niemand mit einem so deutlichen Ergebnis gerechnet hätte. Am kommenden Wochenende treten dann die Hohnsteiner zum letzten Spiel in diesem Jahr und gleichzeitig Rückrundenauftakt gegen den Heidenauer SV an. Hier wird man gegen einen spielstarken Gegner alles in die Waagschale werfen müssen, um das Jahr 2017 zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

18.11.17 FSV 1924 Bad Schandau – Hohnsteiner SV 2:4 (1:2)

Trotz des spielfreien Wochenendes hatte sich vor dem Kellerduell gegen den FSV 1924 Bad Schandau die Personalsituation beim Hohnsteiner SV kaum entspannt, aber es geschehen anscheinend doch noch Zeichen und Wunder. Kurz zur Chronologie, Freitagabend elf mehr oder weniger einsatzbereite Spieler, zum Treffpunkt in Bad Schandau acht Spieler, zum Anpfiff 16 Leute die gerne ein Trikot hätten. Kann man mal so machen, wäre aber trotzdem schöner wenn schon im Vorfeld so ein reger Zuspruch bekannt wäre, nicht das mal zu wenig Klamotten da sind.

Somit konnte Trainer Jürgen Blut für die Startaufstellung quasi aus dem Vollen schöpfen und eine durchaus schlagkräftige Truppe auf den Rasen schicken. Trotz dass die tabellarische Situation eigentlich keinen fußballerischen Leckerbissen verhieß, begannen beide Mannschaften von Beginn an ihr Heil in der Offensive zu suchen. Die Defensivarbeit war dabei auf beiden Seiten eher notwendiges Übel, so dass sich von Beginn für beide Mannschaften immer wieder gute Möglichkeiten boten. Die erste nutzte dabei Eric Richter in der 12. Minute. Nachdem Maik Puttrich über rechts einen Zuckerpass auf Stev Eckardt spielte, hatte dieser im Sechszehner noch das Auge für den am langen Pfosten eingelaufenen Hohnsteiner Angreifer. Dieser nahm den Querpass mustergültig an, entschied sich dann allerdings gegen einen direkten Torabschluss, wäre ja auch zu einfach gewesen. Stattdessen bat er seinen Gegenspieler noch zu einem kleinen Tänzchen, ehe er unter dem Jubel aller Hohnsteiner doch noch aus zehn Metern überlegt abzog. Nach diesem Auftakt nach Maß, gab in der Folge noch weitere beste Möglichkeiten die Führung auszubauen, allerdings fehlte der Hohnsteiner Offensive in diesen Szenen das nötige Zielwasser. Deshalb nahm sich Andre Rothe, seines Zeichens Verteidiger, in der 22. Minute ein Herz und zeigte seinen Vorderleuten wie man es richtig macht. Bei einem punktgenauen Eckball von Jens Heymann lief er völlig ungedeckt am langen Pfosten ein und hatte dann aus fünf Metern keine Mühe den Ball per Kopf im Tor unterzubringen. Somit gab es eine eigentlich beruhigende Führung für die Hohnsteiner, die auch in Folge hätte weiter nach oben geschraubt werden können. Da dies allerdings verpasst wurde und wie schon erwähnt die Defensive auf beiden Seiten mehr notwendiges Übel war, rächte sich die mangelnde Chancenverwertung in der 38. Minute. Ein eigentlich als Spieleröffnung gedachter Ball aus der Hohnsteiner Defensive landet direkt in den Füßen eines Gegners, dieser schaltet schnell und schickt Maximilian Kagerer auf die Reise, der dann von der Strafraumgrenze nicht lange fackelt und zwar nicht gezielt aber wuchtig zum Anschluss für Bad Schandau trifft. Bis zur Pause hält sich Hohnstein dann schadlos und so ging es mit einer knappen Führung in die Pause.

Nach Wiederanpfiff erwischte Hohnstein den deutlich besseren Start und so wehte in der 47. Minute ein Hauch von Tiki-Taka über den Kunstrasenplatz in Bad Schandau. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schaltete Hohnstein schnell um. Ein flaches Anspiel zu Aleksandar Thomas leitete dieser unter Bedrängnis direkt weiter auf den gestarteten Martin Eichler. Dieser konnte mit Ball am Fuß seinen Gegenspieler abschütteln und bis in den Strafraum vordringen. Wo er dann aus 12 Metern aus halblinker Position überlegt zum dritten Treffer für Hohnstein einnetzte. So war das Hohnsteiner Spiel nach vorn zwar schön anzusehen, hinten regierte aber immer noch Bruder Leichtsinn. Quasi im Gegenangriff bekommt Hohnstein keinen Zugriff auf seine Gegenspieler. Am Ende kommt der Ball ca. 30 Meter vor dem Tor zu Marius Becker, der dann noch unbehelligt fast bis an den Hohnsteiner Strafraum laufen kann und dort einfach mal Pfund auspackt. Harter Schuss rechts unten ins Eck, Gorek im Hohnsteiner Kasten zwar noch dran, aber nicht mehr entscheidend, Tor der Kategorie „Kann man an guten Tagen auch mal halten“. Damit war der Hohnsteiner Zwei-Tore-Vorsprung also schon wieder dahin. In der Folge witterte Bad Schandau etwas Morgenluft und setzte nun alles auf den Ausgleich, allerdings blieben die meisten Angriffe zu ungenau oder verpufften schon vor dem Hohnsteiner Strafraum. Hohnstein verlegte sich nun zumeist aufs Kontern und kam so immer wieder gefährlich vor das Tor der Schandauer, allerdings fehlte dann doch wieder die Genauigkeit im finalen Zuspiel oder Torabschluss. So blieb die Partie bis zum Ende hin, vielleicht nicht hochklassig, aber immerhin spannend, da zu keinem Zeitpunkt abzusehen war, welcher Mannschaft der nächste Treffer gelingen würde. Die Entscheidung besorgte dann Martin Eichler in 89. Minute und das sogar ins richtige Tor. Nach einem Anspiel etwa 20 Metern vor dem gegnerischen Tor, zog er quer zum Strafraum, um dann aus zentraler Position abzuziehen. Dabei bewies er viel Gefühl im Fuß, schlenzte er doch den Ball um den gegnerischen Torhüter herum direkt neben den Pfosten. Für alle die das mal auf der Playstation nachspielen wollen, Schuss und L1 wären die Tasten der Wahl habe ich mir sagen lassen. Am Ende überstand Hohnstein auch die zwei Minuten Nachspielzeit ohne größere Probleme und so konnten am Ende wichtige drei Punkte in der Fremde bejubelt werden.

Am nächsten Wochenende geht es dann zuhause gegen den Sensationsaufsteiger aus Königstein, sicherlich keine leichte Aufgabe.

Abteilung Kegeln – 4. Spieltag

Ein Kegelkrimi in Ulbersdorf

Die Hohnsteiner Kegler hatten schon im letzten Spieljahr zu Hause gegen Aufsteiger Lohmen einen Krimi geliefert und unentschieden gespielt, beim Kegeln ist das ein ganz seltenes Ergebnis.
Am 4. Spieltag wurde es in Ulbersdorf wieder spannend bis zum Schluss, obwohl es nach dem ersten Starterpaar nach einer klaren Niederlage aussah. Jens Herzog erzielte als bester Ulbersdorfer 450 Holz und einen Vorsprung von 76. Andre Schubert konnte den Rückstand gegen den hoffnungsvollen Nachwuchsspieler Jonas Schwarzelt auf 52 verringern. Steffen und Gunter Förster waren mit ihren Gegenspielern Patrik Lux und Bernd May fast gleichauf, Rückstand „nur“ noch 48 Holz. Doch dann wendete Sven Bräntner mit ausgezeichneten 483 Gesamt und 177 Räumern das Blatt. Zum neuen Bahnrekord fehlte nicht viel. Jürgen Voigt als erfahrenster Hohnsteiner hatte einen Vorsprung von 27 Holz zu verteidigen, der aber stetig dahinschmolz. Zum Schluss standen für beide Mannschaften sehr gute Ergebnisse von 2481:2484. Damit verteidigten die Hohnsteiner die Tabellenführung.
Allerdings werden entweder Neustadt oder Sebnitz mit ihrem Nachholspiel noch vorbeiziehen.
Der Start in die neue Saison ist damit zufriedenstellend verlaufen.
Erwartungsgemäß gab es am ersten Spieltag einen Sieg gegen Aufsteiger Pesterwitz, der mit 2459:2402 allerdings knapp ausfiel. Eckardt Schöbel von Hohnstein mit 430 und Michael Erwerth von Pesterwitz mit 427 waren die Mannschaftsbesten.
Knapp war auch die Niederlage am 2. Spieltag bei Lok Pirna. Nach den ersten 3 Startern noch mit 36 Holz im Plus, spielte ausgerechnet der beste Pirnaer, Tosten Hallmann 434 gegen den schwächsten Hohnsteiner, was ein Minus von 19 Holz brachte. Eigentlich war da noch alles möglich, aber nur Jürgen Voigt als bester Hohnsteiner gewann sein Spiel mit 435, am Ende fehlten 22 Holz zum Sieg.
Wesentlich besser lief es am 3. Spieltag mit einem Superstart der Hohnsteiner Eckardt Schöbel (442) und dem Tagesbesten Andre Schubert mit 462. Stark angefangen, aber stark nachgelassen, nur ein Hohnsteiner kam noch knapp über 400, für ein Heimspiel ist das zu wenig. Am Ende stand ein sicherer Sieg gegen die SGK Lohmen 1. und nur Frank Roy konnte mit 432 Holz mithalten, alle anderen blieben unter 400.
Der Tabellenstand täuscht etwas, die Ulbersdorfer sind besser, als die Tabelle aussagt, die Hohnsteiner müssen ausgeglichener spielen, wenn sie wieder vorn dabei sein wollen.
Immerhin ist es ihre 7. Saison in der Kreismeisterliga. Zum Start 2011/2012 noch Platz 4, gab es danach 2 x Platz 3, 2 x Platz 2, gekrönt mit dem Kreismeistertitel im Spieljahr 2014/2015.
Das ist der Anspruch und erneut das Ziel.
Wenn die Heimspiele gegen den Tharandter KV am 11. November und gegen den
KSV Neustadt am 25. November gewonnen werden, bestehen berechtigte Chancen.

04.11.17 Hohnsteiner SV – SC Einheit Bahratal/Berggießhübel 0:3 (0:1)

Eigentlich sollte der Sieg der Hohnsteiner in Neustadt am vergangenen Wochenende wieder etwas Mut für die kommenden Aufgaben machen. Zumal der Gegner angesichts der Hohnsteiner Zweikampfführung im Vorfeld schon mit der Genfer Konvention drohte. Allerdings verflog dies unter Woche schnell, als sich die immer noch angespannte Personalsituation weiter verschärfte. Durch telefonische Abklappern aller möglichen Kandidaten und kurzfristiger Paniktransfers auf dem Spielermarkt, die selbst dem Hamburger SV Tränen in die Augen getrieben hätten, gelang es dann doch am Samstag elf Spieler aufzubieten. Wobei körperliche Fitness oder Gesundheit eher eine untergeordnete Rolle spielten.

Gegen den SC Einheit Bahratal/Berggießhübel, Absteiger aus der Kreisliga A, war schon im Vorfeld klar, dass mit dieser Rumpfelf nur mit viel Arbeit etwas Zählbares geholt werden kann. Trotzdem entwickelte sich von Beginn an, auch dank einer etwas wackligen Defensive der Gäste, eine muntere Partie, mit gefährlichen Szenen auf beiden Seiten. So hatten die Hohnsteiner in den ersten zehn Minuten sogar die besseren Möglichkeiten um in Führung zu gehen. Die Gäste auf der Gegenseite kamen erst in der 12. Minute zu ihrer ersten gefährlichen Torraumszene. Dabei scheiterte Sascha Kück allerdings im 1-gegen-1 am Hohnsteiner Schlussmann. Besser machten es die Gäste dann in der 17. Minute. Nach einer Kurzpassstafette durch den Hohnsteiner Strafraum, bei der die Hohnsteiner Defensive im wesentlichen Zuschauer war, hatte Domenik Zeibig den Ball am Fuß. Dieser ließ es sich dann aus sieben Metern nicht nehmen trocken und flach zur Führung für die Gäste zu verwandeln. Bis zur Pause ging die Partie dann munter zwischen den beiden Strafräumen hin und her. Dabei hatten auch die Hohnsteiner beste Möglichkeiten liegen, zumindest den Ausgleich zu erzielen. Symptomatisch für die „Durchschlagskraft“ der Hohnsteiner Offensive zurzeit, die 34. Minute. Nach einer Flanke von Maik Puttrich fällt Martin Eichler der Ball drei Meter vor dem Tor direkt vor die Füße. Aus der Entfernung wäre eigentlich alles möglich gewesen um ein Tor zu erzielen. Außer auf dem Ball zu verkannten und dem Gegner so die Möglichkeit zum Klären zu geben. Auch die Gäste aus Bahratal und Berggießhübel erspielten sich weiter gute Möglichkeiten, konnten aber ebenfalls keine davon in etwas Zählbares umsetzen. So ging es für die Hohnsteiner mit einem knappen Rückstand in die Pause. Nicht die schlechteste Voraussetzung um in der zweiten Hälfte noch einmal anzugreifen.

Allerdings erinnerte der Start in Hälfte zwei dann wieder an die Vorwoche in Neustadt. Den Hohnsteinern gelang es kaum sich aus der eigenen Hälfte zu befreien und die Gäste tauchten ein ums andere Mal gefährlich am Strafraum der Hausherren auf. Diesmal gelang es auch nicht den Angriffen dauerhaft Stand zu halten. In der 53. Minute kann Philipp Schulzek, beim Versuch der Hohnsteiner das Spiel aufzubauen, erobern und macht sich dann mit einem Solo auf den Weg in Richtung Hohnsteiner Kasten. Dort behält er dann auch gegen den herauseilenden Gorek im Hohnsteiner Kasten die Nerven und schiebt flach zum 2:0 aus Sicht der Gäste ein. Nun merkt man den Hohnsteinern langsam wieder an, dass sie besser in Spiel finden und in der Folge entwickelt sich langsam aber sich wieder eine ausgeglichene Partie. Doch wie schon in der ersten Hälfte kann Hohnstein selbst beste Chancen nicht nutzen, glücklicherweise gilt dies auch für die Gäste und so bleibt die Partie lange spannend. Allerdings wird es in der 68. Minute personell noch bitterer für Hohnstein, nach dem Uwe Hausdorf im Kopfballduell an seinem eigenen Mitspieler Daniel „Magnum“ Hanschmann abprallt und nicht mehr weiterspielen kann. Trotzdem wehren sich die Hohnsteiner in der Folge tapfer gegen die drohende Niederlage. Am Ende machen dann aber doch die Gäste den Sack zu, einen mustergültig ausgespielten Konter verwandelt Toni Rudolph in der 80. Minute zum 3:0 für die Gäste.

So steht Hohnstein nach 90 Minuten, trotz aufopferungsvoller Leistung mit leeren Händen da. Zum Glück steht ein spielfreies Wochenende an, dass eventuell dazu genutzt werden kann um die Personalnöte etwas zu minimieren. Weiter geht es dann in zwei Wochen auswärts beim FSV 1924 Bad Schandau.

Zum Abschluss noch einmal der Dank an die zahlreich angereisten Gästefans, die zum einen mit ihrem Bierkonsum für reichlich Umsatz sorgten. Zum anderen sogar noch Zeit hatten für die Hohnsteiner Eintrittsgeld einzusammeln, eine Sache die den Hohnsteinern übrigens schon sehr lange nicht mehr gelungen ist. Solche Auswärtsfans wünscht man sich und sind in Hohnstein immer gern gesehen.

P.S.: Ich hoffe ich konnte einige Tipps aus dem Fachgespräch „Spielberichte – besser mit oder ohne Bier?“ von einem Großen seiner Zunft umsetzen.

28.10.17 SpG Stolpen/Neustadt 2. – Hohnsteiner SV 1:2 (1:1)

Hatten es die Hohnsteiner in der Vorwoche noch mit dem Tabellenführer zu tun und mussten sich dabei knapp geschlagen geben. Ging es in dieser Woche gegen den Vorletzten der Kreisliga B, die Spielgemeinschaft aus den zweiten Mannschaften vom SV Blau-Gelb Stolpen und dem SSV Neustadt/Sa.. Trotz der tabellarischen Situation keinesfalls ein Selbstläufer.
Mit den Vorboten von Sturmtief „Herwart“ im Rücken, gingen die Hohnsteiner in die Partie und dieser Rückenwind schien die Gäste auch gleich zu beflügeln. Es dauerte nur vier Minuten ehe die Hohnsteiner schon den ersten Torjubel auf den Lippen hatten, allerdings schlug der satte Schuss aus 18 Metern von Robert Vater nur an der Querlatte und nicht im Tor ein. Auch in der Folge machte Hohnstein munter weiter, nächste Möglichkeit in der 8. Minute. Nach einer Ecke von Maik Puttrich, steigt Jens Heymann am Fünfmeterraum am höchsten, köpft den Ball aber leider direkt in die Arme des Schlussmanns. Allerdings blieb kaum Zeit sich über die Möglichkeiten zu ärgern, denn in dreizehnten Minute hatte Maik Puttrich die Führung auf dem Fuß. Nach einem Solo über rechts schloss er aus vollem Lauf Richtung langes Eck ab. Doch der Schlussmann der Hausherren bekam noch die Hände an den Ball, lenkte in allerdings direkt vor die Füße von Eric Richter, der den Ball allerdings nicht ins Tor sondern zurück in die Arme des Schlussmanns schob. Typischer Fall von Fair-Play, trotz des vorletzten Platzes in dieser Wertung. In der 16. Minute war es dann endlich soweit, Uwe Hausdorf eroberte sich in Höhe der Mittellinie den Ball und schickte dann, den Hohnsteiner Torschützen vom Dienst, Aleksandar Thomas steil. Der brachte den Ball dann nicht einfach im Tor unter, sondern flipperte noch kurz mit dem Torwart der Hausherren, ehe der Ball den Weg in die Maschen fand. So konnten die Hohnsteiner endlich die längst überfällige Führung bejubeln. Die Angriffsbemühungen der Hausherren sollen hier keinesfalls unterschlagen werden, allerdings konnten diese erst in der 23. Minute ihren ersten Torschuss verbuchen. Dabei schloss Robert Franke freistehend aus 18 Metern ab, Gorek im Hohnsteiner Kasten konnte den Ball allerdings zur Ecke lenken. Dann waren aber wieder die Hohnsteiner dran, in der 25. Minute hatte Eric Richter die nächste Möglichkeit für die Gäste. Nachdem er schön freigespielt wurde, fand er sich mutterseelenallein auf dem Weg zu Tor. Zielte dann aber etwas zu genau und setzte den Ball knapp neben den rechten Pfosten. In der Folge ebbte das Angriffsspiel der Hohnsteiner etwas ab und auch von Stolpen war in der Offensive nicht viel zu sehen. So steht die nächste Großchance für Hohnstein bereits in der 38. Minute zu Buche. Diesmal konnte sich Martin Eichler über links bis auf die Grundlinie durchsetzen und von dort in Richtung Tor laufen. Allerdings entschied er sich trotz spitzem Winkel gegen einen Querpass und setzte den Ball so nur gegen den kurzen Pfosten. Wie so oft in dieser Saison sollten die Hohnsteiner noch die Quittung für die liegengelassenen Chancen bekommen. Diesmal war es in der 42. Minute soweit. Zentral vor dem Hohnsteiner Sechszehner kam Robert Franke an den Ball und wurde auch in der Folge nicht entscheidend gestört. So fasste er sich aus 19 Metern ein Herz und hielt einfach mal drauf. Zum Glück für die Hausherren wurde der Ball von einem Hohnsteiner Verteidigerbein noch unhaltbar in die lange Ecke abgefälscht. So stand es kurz vor der Pause Unentschieden, auch wenn der bisherige Spielverlauf dies nicht vermuten ließ. In der 45. Minute dann noch einmal Glück für die Hohnsteiner, eine Flanke von links wird immer länger und findet ihren Weg zu Alexander Schöne. Der nimmt den aufspringenden Ball mustergültig per Seitfallzieher aus acht Metern. Dort Gorek im Hohnsteiner Kasten zeigt eine sensationelle Parade und kann den wuchtigen Schuss noch um den langen Pfosten lenken. So geht es mit einem Unentschieden zum Pausentee.
Zu Beginn der zweiten Hälfte die wohl schwächste Phase der Hohnsteiner, gut eine Viertelstunde gelingt es den Hohnsteinern kaum sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Die Hausherren hingegen drängen immer wieder auf das Hohnsteiner Gehäuse, bleiben aber zumeist harmlos im Abschluss. Die beiden besten Möglichkeiten für die Stolpener ergeben sich dabei aus zwei Freistößen aus gut 20 Metern. Den ersten setzt Robert Franke in der 49. Minute zum Glück für die Hohnsteiner an den Pfosten. Beim zweiten Versuch in der 56. Minute ist es abermals Robert Franke der antritt. Dieses Mal visiert er allerdings das Mauereck an. Doch Gorek kann den Ball abwehren, allerdings genau vor die Füße von Albrecht Maidusch, dem der Ball fünf Meter vorm Tor direkt vor die Füße fällt. Aber Gorek ist blitzschnell wieder oben und kann auch diesen Schuss abwehren. Nun findet Hohnstein langsam wieder besser ins Spiel und schafft es auch wieder sich eigene Möglichkeiten zu erspielen. In der 62. Minute hat dann abermals Martin Eichler die Führung auf dem Fuß, trifft aber aus zehn Metern nur die Querlatte, der dritte Aluminiumtreffer der Hohnsteiner an diesem Tag. In der Folge entwickelt sich ein munteres Spiel, ohne das abzusehen ist, welche Mannschaft die Partie am Ende für sich entscheiden wird. In der 70. Minute dann wieder eine dicke Chance für die Hausherren. Nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten befindet sich Albrecht Maidusch sechs Meter vor dem Tor in aussichtsreicher Schussposition, doch seinen Versuch kann Gorek im Hohnsteiner Kasten abermals mit einem Reflex abwehren. Allerdings wieder direkt vor die Füße des Stolpener Angreifers, doch auch bei dessen zweiten Versuch aus Nahdistanz bleibt Gorek Sieger und im Anschluss kann der Ball geklärt werden. Hohnstein erspielt sich auf der Gegenseite auch immer wieder schöne Möglichkeiten, bleibt allerdings im Abschluss weiter zu ungenau. In der 83. Minute dann nochmal eine hundertprozentige für Stolpen. Nach einer Flanke von links steht Andre Wauer am zweiten Pfosten komplett frei und bringt den Ball aus sieben Metern direkt aufs Tor. Abermals Gorek zur Stelle und kann den Ball noch zur Ecke abwehren. So blieb der Matchball am Ende den Hohnsteinern überlassen. In der 90. Minute fällt der Ball aus einem Gedränge im Stolpener Strafraum direkt vor die Füße von Martin Eichler und dieser macht es aus zehn Metern diesmal besser und verwandelt flach zur 2:1 Führung für Hohnstein. In den verbleibenden vier Minuten Nachspielzeit wirft Stolpen noch einmal alles an vorn, kommt aber zu keinen klaren Möglichkeiten mehr. So siegt Hohnstein am Ende knapp, allerdings nach einer starken kämpferischen Leistung.
Bis zur nächsten Woche sollte man aber an der Chancenverwertung arbeiten, dann ist SC Einheit Bahratal/Berggießhübel zu Gast in Hohnstein, gut das in dieser Woche das Radeberger im Angebot ist.

21.10.17 Hohnsteiner SV – 1. FC Pirna 2. 1:2 (0:1)

Nach einem achtbaren Unentschieden gegen die dritte Mannschaft des VfL Pirna-Copitz in der Vorwoche, war am vergangenen Samstag die nächste Vertretung aus Pirna zu Gast in Hohnstein. Diesmal bekamen es die Hohnsteiner mit der zweiten Mannschaft des 1. FC Pirna zu tun, mittlerweile Tabellenführer der Kreisliga B. Es durfte also ein spannendes und sehenswertes Spiel erwartet werden.
Den Hohnsteinern war von Beginn an der Willen anzumerken, sich trotz des tabellarischen Unterschiedes keinesfalls zu verstecken. Dies zeigte sich bereits in der fünften Minute, als sich den Hausherren die erste dicke Möglichkeit zur Führung bot. Nach einer Flanke von Maik Puttrich von der rechten Seite, segelte der Schlussmann der Gäste unter dem Ball hindurch und aus zentraler Position kam Martin Eichler fast unbedrängt zum Kopfball. Allerdings schaffte er es aus fünf Metern nicht, denn Ball in den Maschen unterzubringen, sondern traf nur die Querlatte. In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel, mit ausgeglichenen Spielanteilen, in dem sich beide Mannschaften immer wieder gefährlich vor das gegnerische Gehäuse kombinieren konnten. In der 15. Minute dann die erste gute Möglichkeit der Gäste durch Steve Lindner. Dieser konnte sich mit einem Solo bis in den Strafraum der Hohnsteiner durchsetzen, sein Schussversuch konnte aber mit vereinten Kräften durch die Hintermannschaft und den Schlussmann der Hohnsteiner vereitelt werden. Nach 23 Minuten machte es dann Stefan Blankenhagen für die Pirnaer besser. Einen kurz gespielten Eckball verpassten am ersten Pfosten gleich zwei Hohnsteiner und so fand das Spielgerät irgendwie den Weg auf den Kopf des Pirnaer Spielers, der den Ball aus fünf Metern wuchtig in den Maschen unterbrachte. Trotz dieses unnötigen Rückstandes steckten die Hohnsteiner aber keinesfalls auf und versuchten weiter eigene Möglichkeiten zu kreieren. Dies gelang dann in der 30. Minute, als Eric Richter nach einem langen Ball in die Spitze mutterseelenallein auf den Schlussmann der Gäste zulief. Leider versagten ihm dabei die Nerven und sein Schuss traf mittig den Torhüter und konnte so geklärt werden. Bis zur Pause wogte das Spiel immer wieder zwischen den Strafräumen hin und her. Dabei ergaben sich auf beiden Seiten immer wieder gute Torchancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. So ging es nach 45 Minuten mit einem knappen Rückstand für die Hohnsteiner in die Kabine.
Dort wurde noch einmal deutlich gemacht, dass man bisher gut mit dem Gegner mithalten konnte, allerdings wie so oft vergessen hatte, sich selbst dafür zu belohnen. Dies sollte nun in der zweiten Hälfte besser gemacht werden. Das diese Ansprache Wirkung zeigte konnten die Zuschauer bereits in der 51. Minute bestaunen. Nach einem Solo von Aleksandar Thomas blieb dieser zwar noch am Schlussmann der Gäste hängen, irgendwie trudelte der Ball aber vor die Füße von Eric Richter. Dieser ließ sich die Möglichkeit aus zehn Metern nicht nehmen und verwandelte trocken zum Ausgleich für die Hohnsteiner. Damit war ergebnistechnisch erstmal wieder alles auf Anfang gestellt. In der Folge merkte man beiden Mannschaften an, dass sie sich keinesfalls mit einem Unentschieden zufriedengeben würden. Beide Teams suchten ihr Heil zumeist in der Offensive wodurch sich in kurzen Abständen immer wieder gute Möglichkeiten auf beiden Seiten boten. Allerdings fehlte beiden Mannschaften das nötige Zielwasser, so dass das Spiel mit zunehmender Spieldauer auch immer mehr Spannung bot, welches der beiden Teams am Ende die Oberhand gewinnen würde. Für die geneigten Zuschauer sicherlich sehr unterhaltsam, allerdings wurde die von beiden Seiten sehr hart geführte Partie auch immer wieder durch Freistöße unterbrochen. Als der Schiedsrichter kurz vor Ende der regulären Spielzeit eine (vor allem durch Behandlungspausen begründete) Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigte, spielten beide Mannschaften endgültig mit offenen Visier um das Spiel für sich zu entscheiden. Leider hatten aus Sicht der Hohnsteiner dann in der 91. Minute die Gäste die entscheidende Möglichkeit. Nach einem schnellen Einwurf der Pirnaer konnte Maximilian Oberländer relativ unbedrängt den Ball annehmen und quer zum Hohnsteiner Strafraum ziehen. Auf seinem Weg immer noch nicht bedrängt, fasste sich der Pirnaer Angreifer ein Herz und zog mit seinem schwächeren linken Fuß aus 16 Metern einfach mal ab. Dabei erwischte er den Ball mustergültig und das Leder schlug in der kurzen Ecke zur Führung für Pirna ein. Nun blieben den Hohnsteinern noch vier Minuten, um zumindest das Unentschieden zurück zu erobern. Noch einmal wurde alles nach vorn geworfen, doch am Ende wollte kein zweiter Treffer mehr gelingen. So stand am Ende einer spannenden und ausgeglichenen Partie Pirna als Sieger auf dem Feld, auch weil sie eben eine Chance mehr nutzten als Hohnstein. Nach Ende der Partie kam es dann noch zu einer unschönen Szene im Mittelkreis, die auf einem Fußballplatz eigentlich nichts verloren hat. Zwischen einem Spieler der Gäste und einem Spieler der Hohnsteiner entspann sich ein Wortgefecht, an dessen Ende sich der Spieler der Hohnsteiner zu einer dummen und unnötigen Tätlichkeit hinreißen ließ. Logische Konsequenz, rote Karte für Hohnstein. Gerade bei der angespannten Personaldecke der Hohnsteiner natürlich ein Bärendienst für die Mannschaft.
Am nächsten Wochenende geht es für die Hohnsteiner dann gegen die ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte beheimatet Spielgemeinschaft aus Stolpen und Neustadt. Vor allem aus personeller Sicht sicherlich keine leichte Aufgabe.

14.10.17 VfL Pirna-Copitz 07 3. – Hohnsteiner SV 3:3 (2:2)

Am vergangenen Samstag, ging es für den Hohnsteiner SV zum sicherlich schweren Auswärtsspiel gegen die dritte Mannschaft des VfL Pirna-Copitz, ihres Zeichens Tabellenführer der Kreisliga B und vor allem durch viel Erfahrung immer sehr spielstark. Auch der Wettergott schien sich entschieden zu haben, dem Spiel einen würdigen Rahmen zu bieten und so ging es bei spätsommerlichen Temperaturen und bestem Sonnenschein ans Werk.
Von Beginn an merkte man den Hohnsteinern an, dass man sich auch gegen diesen Gegner keinesfalls verstecken wollte. Und so suchte man vor allem mit schnell vorgetragenen Angriffen, gegen etwas in die Jahre gekommene Gegenspieler, sein Glück. Dies sah in den ersten Minuten auch gar nicht schlecht aus und so kam man zu einigen guten Abschlussmöglichkeiten, die allerdings teils leichtfertig liegen gelassen wurden. Wie man es in Sachen Chancenverwertung besser macht zeigten dann die Hausherren in der 11. Minute, in Gestalt ihres Sturmtanks Martin Rußig. Nach einem Eckball der Copitzer, hatte ein Hohnsteiner eigentlich schon den Ball am Fuß und wollte klären. Doch Rußig konnte sich mit vehementem Körpereinsatz das Spielgerät erobern und zeigte im Anschluss seine ganze Klasse, als er den Ball aus zehn Metern gefühlvoll ins lange Eck schlenzte. Wie sagt man so schön, ein Tor das den Spielverlauf nicht unbedingt wiederspiegelt. In der Folge steckte Hohnstein nicht auf und spielte weiter munter nach vorn. Allerdings haperte es immer noch bei der eigenen Chancenverwertung. Also demonstrierte Martin Rußig in der 21. Minute nochmals, wie man jede sich bietende Chance nutzt. Nach einem abgefangenen Ball spielten die Copitzer schnell in die Spitze und direkt in den Lauf von Rußig. Dieser behielt gegen den ihm endgegenstürmenden Hohnsteiner Schlussmann Gorek einen kühlen Kopf und schob mit seinem zweiten Torschuss trocken zum 2:0 für Pirna ein. Jetzt schienen die Hohnsteiner endlich begriffen zu haben wie es geht, denn in 23. Minute schickte Tobias Schulz einen 70-Meter-Zuckerpass direkt in Lauf von „Schokoprinz“ Aleksandar Thomas. Dieser vernaschte dann im Strafraum noch zwei Gegenspieler und lief mit Ball am Fuß parallel zu Grundlinie, als alle mit einem Querpass rechneten setzte er dann noch die Kirsche auf das Sahne-Baiser (sprich: Besee, Anm. d. Red.) und düpiert den Schlussmann der Gäste mit einem Schuss in die kurze Ecke. Damit war Hohnstein erst einmal wieder dran und lies auch in der Folge nicht locker. Wieder ergaben sich gute und auch sehr gute Möglichkeiten den Ausgleich zu erzielen. Allerdings wollte wieder keiner der Versuche seinen Weg in die Maschen finden. In der 45. Minute dann noch einmal Eckball für die Hohnsteiner. Kapitän Jens Heymann legte sich den Ball zurecht und streichelte ihn gefühlvoll auf den langen Pfosten. Dort zeigte dann Aleksandar Thomas, dass man trotz Schokolade immer noch Hubschrauber spielen kann, nickte den Ball zielgenau neben den langen Pfosten in die Maschen und legte den Pirnaern somit seine zweite Praline an diesem Tag in die Maschen. Gleich darauf war Schluss in der ersten Hälfte und Hohnstein hatte gerade noch so den wichtigen Anschluss geschafft.
In der zweiten Hälfte änderte sich zur ersten Hälfte nicht viel, außer dass beide Mannschaften die Seiten tauschten. Hohnstein agierte weiterhin offensiv und Pirna blieb vor allem in Gestalt von Martin Rußig immer wieder gefährlich. So vergingen die ersten 30 Minuten dieser Hälfte recht schnell, da eigentlich immer in einem der beiden Strafräume Unterhaltung geboten wurde. Allerdings vermissten es hier beide Mannschaften etwas Zählbares zu verbuchen. So blieb das Spiel lange offen, ehe Pirna in der 72. Minute erneut zuschlug. Nach einem schnellen Einwurf der Pirnaer fehlte Hohnstein etwas die Zuordnung und so konnte Sebastian Otto freigespielt werden. Dieser schlängelte sich dann mit Ball am Fuß durch die Hohnsteiner Defensive und bis in den Sechszehner, wo er denn Ball per Grätsche aus 8 Metern im Tor unterbrachte. In der Folge war Hohnstein keinesfalls geschockt, sondern glaubte weiterhin, dass an diesem Tag etwas möglich war. Dieser Einsatz und Willen wurde dann in der 79. Minute belohnt. Nach einem Eckball von Jens Heymann stieg Stev Eckardt am kurzen Pfosten am höchsten, seinen Kopfball konnte der Schlussmann allerdings nur nach vorn abklatschen lassen und zwar direkt vor die Füße von Andre Rothe. Dieser war vom Gegentreffer noch mit einer blutigen Lippe gekennzeichnet und zeigte mal wieder, dass der alte Spruch „Halb Mensch, halb Tier, unsre Nummer vier.“ immer noch seine Richtigkeit hat und drosch den Ball kompromisslos aus sieben Metern an Freund und Feind vorbei in die Maschen. Nun merkte man den Pirnaern langsam an, dass ihre Kräfte immer mehr schwanden und so boten sich für die Hohnsteiner immer größere Räume für ihr Angriffsspiel. In der 82. Minute dann ein Rückpass der Pirnaer Defensive auf ihren Torhüter, der den Ball, nennen wir es etwas „unsauber“, annahm. So landete der Ball direkt vor den Füßen von Martin Eichler, der allerdings zeigte, dass man ein leeres Tor auch aus 8 Metern verfehlen kann. So blieb es weiter beim 3:3, was mit zunehmender Spieldauer etwas zu wenig aus Sicht der Hohnsteiner schien. In der 86. Minute musste dann der Schiedsrichter noch einmal maßregelnd eingreifen, als sich ein Akteur der Pirnaer, der vorher schon durch grenzenlosen Fußballsachverstand auffiel, zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und so vorzeitig Duschen gehen durfte. So blieben den Hohnsteinern noch fünf Minuten in Überzahl, in der noch einmal alles nach vorn geworfen wurde, um vielleicht doch drei Punkte zu entführen. Leider konnte das Runde aber nicht mehr im Eckigen untergebracht werden und so blieb es am Ende beim Unentschieden. Zwar wäre aufgrund des Spielverlaufs eventuell mehr für die Hohnsteiner drin gewesen, allerdings kann man sich ob der starken kämpferischen Leistung und Moral eigentlich keinen Vorwurf machen.
Dieselben Tugenden sind auch am kommenden Samstag gefordert, wenn die zweite Mannschaft des 1. FC Pirna in Hohnstein gastiert. Denn dann geht es für Hohnstein wieder gegen den Tabellenführer, da der FC durch den Punktverlust von Copitz auf den ersten Platz vorgerückt ist.

30.09.17 Hohnsteiner SV – BSV 68 Sebnitz 2. 3:2 (2:0)

Nach nun mittlerweile drei Niederlagen in Folge, war es für die Hohnsteiner an der Zeit endlich wieder einen erfolgreichen Weg einzuschlagen. Die Möglichkeit bot sich dafür am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des BSV 68 Sebnitz. Die Sebnitzer waren ähnlich durchwachsen in die neue Saison gestartet und die Hohnsteiner hatten in der Vergangenheit bewiesen, dass dieser Gegner ihnen eigentlich immer gut lag. Alles in allem also nicht die schlechtesten Voraussetzungen für ein Erfolgserlebnis aus Sicht der Hausherren. Leider ergaben sich unter der Woche allerdings wieder einige personelle Engpässe, doch am Ende konnten punktgenau elf Spieler gefunden werden, die bereit waren die Aufgabe anzugehen.
Das sich die Hohnsteiner an diesem Tag einiges vorgenommen hatten, konnte man bereits in den Anfangsminuten feststellen. Die Gäste aus Sebnitz wurden zumeist früh unter Druck gesetzt und Hohnstein bestimmte meist das Spielgeschehen. Folgerichtig musste auf die erste gute Torszene nicht lange gewartet werden. Bereits in der 8. Minute konnte sich Aleksandar Thomas gegen die Sebnitzer Defensive durchsetzen und legte den Ball mustergültig quer auf Eric Richter. Dieser fand sich mutterseelenallein etwa 12 Meter vor dem gegnerischen Tor und brachte den Ball aus zentraler Position direkt auf das Gästetor. Leider zielte er etwas zu genau und traf nur die Querlatte, von wo aus der Ball an den Rücken des Gästetorhüters und ins Toraus sprang. Wer die Chancenverwertung der Hohnsteiner in den vergangenen Wochen kannte, ahnte bereits wieder Böses. Doch Hohnstein spielte weiter munter nach vorn und wurde dann in der 13. Minute das erste Mal belohnt. Einen langen Ball auf Aleksandar Thomas konnte dieser zwar nicht erreichen, allerdings schien die Sebnitzer Defensive Mitleid mit den Hohnsteinern zu haben. So spielten sie den Ball, anstatt ihn zu klären, direkt in die Füße von Aleksandar Thomas. Dieser reagiert gedankenschnell und bediente den in der Mitte postierten Eric Richter, der aus zehn Metern trocken zur Führung für Hohnstein verwandelte. Solche Gastgeschenke nimmt man natürlich gern an. Sieben Minuten später durften die Hohnsteiner abermals jubeln, diesmal war es allerdings mehr ein Treffer des Willens, als der Spielkultur. Seinen Anfang nahm die Szene durch einen Pass in die Gasse auf Eric Richter, der mit seinem Schuss noch am Sebnitzer Schlussmann scheiterte. Den zurückprallenden Ball bekam dann Martin Eichler direkt vor seine Füße, brachte aber das Kunststück fertig mit seinem Schuss abermals am bereits zu Boden gegangenen Schlussmann der Sebnitzer zu scheitern. Von dort sprang der Ball nun Robert Vater vor die Füße, welcher den Ball endlich durch Freund und Feind im Tor unterbrachte. So standen nach 20 Minuten bereits zwei Treffer für die Hohnsteiner zu Buche, so hätte es können weitergehen. Zumindest die optische Überlegenheit hielt Hohnstein der Folge auch bei und erspielte sich auch weitere Möglichkeiten, lies diese aber teilweise fahrlässig ungenutzt. Die beste Möglichkeit hatte dabei Aleksandar Thomas in der 35. Minute als er mit einem satten Schuss aus 15 Metern am glänzend aufgelegten Sebnitzer Schlussmann scheiterte. Wie überlegen Hohnstein in der ersten Hälfte war, zeigt sich auch darin, dass Sebnitz erst in der 43. Minute zu seinem ersten Schuss auf das Hohnsteiner Gehäuse kam, welcher allerdings kaum Torgefahr ausstrahlte. So ging es mit einer komfortablen, wenn auch ein oder zwei Tore zu geringen Führung für die Hohnsteiner in die Pause.
Die Phase nach dem Wiederanpfiff ist eigentlich naturgemäß die Schwächephase der Hohnsteiner, in der man in regelmäßigen Abständen Gegentore kassiert. Dies schien an diesem Tag zuerst anders. Mit einem schnellen Angriff, an dessen Ende Robert Vater schön auf Aleksandar Thomas durchsteckte, welcher mit einem Flachschuss ins lange Eck nicht lange fackelte, konnten die Hohnsteiner bereits in der 48. Minute auf 3:0 erhöhen. Damit schien die Partie eigentlich entschieden. Leider entschieden sich die Hohnsteiner allerdings dafür, dass man mit alten Traditionen nicht brechen sollte. Der direkte Gegenangriff der Sebnitzer brachte den Gästen einen Einwurf auf der rechten Seite der Hohnsteiner ein. Diesen führten die Gäste schnell aus und einige Hohnsteiner schienen noch mit dem Feiern des eigenen Treffers beschäftigt zu sein. So erhielt Hohnstein keinen echten Zugriff auf den Gegner und am Ende stand Wilhelm Beckert völlig frei auf Höhe des Elfmeterpunktes und konnte per Volleyschuss zum 3:1 verkürzen. Nach dieser hektischen Anfangsphase kamen die Hohnsteiner wieder besser ins Spiel und kombinierten sich immer wieder sehenswert nach vorn. Hier wurden allerdings wieder teilweise beste Möglichkeiten zum Torerfolg ausgelassen. Sebnitz verlegte sich auf lange Bälle in die Spitze, auf ihren beiden schnellen Angreifer. Diese hatten die Hohnsteiner aber zumeist im Griff und so kam kaum Torgefahr auf. Erst in der 80. Minute leisteten sich die Hohnsteiner eine kleine Schlafeinlage. Einen schnellen Ball der Sebnitzer auf links außen konnte Felix Bräuer mitnehmen und ab Höhe der Mittellinie ein Solo starten. Dabei kam er bis an die Strafraumgrenze der Hohnsteiner, von wo aus er einen Ball, halb Torschuss, halb Flanke abgab. Welcher seinen Mitspieler Wilhelm Beckert am langen Pfosten, in möglicher Abseitsposition, erreichte und der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Nun wurde es doch noch einmal eng für die Hohnsteiner, doch die Hausherren ließen nichts mehr anbrennen und brachten das Ergebnis über Zeit. Am Ende stehen für die Hohnsteiner drei Punkte zu Buche, zwar mit einem Ergebnis das knapper klingt, als es war, aber man soll ja nicht wählerisch sein.
Nun steht aufgrund der Länderspielpause, man darf gespannt sein welche Hohnsteiner Akteure nominiert werden, wieder ein spielfreies Wochenende an. Danach geht es zum sicherlich schweren Auswärtsspiel gegen die All-Stars des VfL Pirna-Copitz.

Testspiel E-Jugend – Übergabe der Spendenbox an Louis Creutz

Am vergangenen Samstag traten die jüngsten Hohnsteiner Fussballer zu einem Testspiel gegen die E-Jugend des SV Wesenitztal an. Neben dem sportlichen Vergleich gab es noch einen weiteren Grund für das Aufeinandertreffen.
Die Herren des Hohnsteiner SV traten Anfang August im Pokal gegen die zweite Mannschaft des SV Wesenitztal an. Dieses Spiel fand im Rahmen des Dorffestes in Ulbersdorf statt und wurde durch die Organisatoren des Heimatfestes genutzt um Spenden für den an Leukämie erkrankten Nachwuchskicker des SV Wesenitztal, Louis Creutz zu sammeln. Vor dem Spiel der E-Jugend sollte das gesammelte Geld nun übergeben werden.
Dazu war der erkrankte Nachwuchsspieler zusammen mit seiner Familie selbst anwesend und bekam von Peter Röhrup (Leiter des Festkomitees des Dorffestes Ulbersdorf) und Jens Heymann (stellv. Vorsitzender des Hohnsteiner SV) die gesammelten Spenden überreicht. Während des Fussballspiels zum Ulbersdorfer Dorffest kamen beachtliche 530 € zusammen, die durch die Eltern der E-Jugend des Hohnsteiner SV noch auf die runde Summe von 600 € erhöht wurden. Der Hohnsteiner SV hofft, dass die gesammelte Summe der Familie bei der Bewältigung der mit der Krankheit verbundenen Herausforderungen helfen kann. Außerdem geht ein großes Dankeschön an das Festkomitte und alle Helfer des Dorffestes in Ulbersdorf, die eine solche Aktion möglich gemacht haben.
Sportlich mussten sich die Hohnsteiner Nachwuchsspieler leider nach starken Spiel und einem Halbzeitstand von 1:1 am Ende mit 1:5 geschlagen geben.

23.09.17 SG Ullersdorf – Hohnsteiner SV 4:2 (1:0)

Nach nun zwei Niederlagen in Folge, ging es für die Hohnsteiner am vergangenen Wochenende zum sicherlich schweren Auswärtsspiel nach Ullersdorf. Dabei hatten sich die Hohnsteiner viel vorgenommen, denn man wollte mit einem Sieg die sich anbahnende Negativserie beenden. Was aber gegen die immer offensivstarken Ullersdorfer sicherlich keine leichte Aufgabe werden würde.
In den Anfangsminuten gehörte das Spiel aber fast gänzlich den Hausherren, deren wendige Angreifer von den Hohnsteiner immer wieder nur auf Kosten von Freistößen gestoppt werden konnten. So entstand auch die erste gefährliche Situation für die Ullersdorfer, nach einem Foulspiel der Hohnsteiner und dem anschließenden Freistoß der Hausherren. Das Spielgerät wurde aus gut 30 Metern zentral vor den Hohnsteiner Kasten gebracht, dort konnte sich Thomas Drechsel von seinem Bewacher lösen und den Fuß in den Ball halten. Diesen Direktversuch aus sieben Metern konnte Gorek allerdings mit einem Reflex parieren. Fünf Minuten später dann der nächste Freistoß für Ullersdorf, diesmal von der rechten Seite aus gut 20 Metern. Diesmal legte sich Martin Witschel den Ball zurecht und zielte passgenau aufs Kreuzeck hinter der Mauer. Gorek im Hohnsteiner Kasten hatte allerdings aufgepasst und konnte den Ball unter Zuhilfenahme der Latte noch aus dem Winkel kratzen. Nun schien auch Hohnstein in der Partie angekommen zu sein und so konnten sich die Gäste auch selbst immer wieder in Richtung Strafraum der Ullersdorfer kombinieren. Etwas Zählbares sprang dabei allerdings noch nicht heraus. In der 19. Minute bestrafte sich Hohnstein dann wie schon so oft in dieser Saison wieder einmal selbst. Nach einem Ballverlust in Höhe der Mittellinie schaltete Ullersdorf schnell um und Thomas Drechsel konnte sich trotz der Anwesenheit von Hohnsteiner Bewachern bis auf die Grundlinie durchsetzen und von dort nach innen ziehen. Im Hohnsteiner Sechszehner hatte er dann das Auge für den in der Mitte eingelaufenen Marcel Hauke, der den flachen Querpass aus fünf Metern nur noch über die Linie drücken musste. In der Folge schien nun Hohnstein endgültig aufgewacht und konnte sich mehr Spielanteile erarbeiten. Außerdem ergaben sich immer wieder hochkarätige Chancen, bei denen Hohnstein aber zumeist das letzte Quäntchen Glück fehlte. So wurde Ronny Thomas in der 27. Minute schön im Strafraum der Ullersdorfer freigespielt, sein Schuss aufs lange Eck traf allerdings nur den Pfosten. Ebenso erging es Aleksandar Thomas in der 36. Minute, als auch dieser mit einem Flachschuss am Aluminium scheiterte. Damit ging es mit einem unbefriedigenden Rückstand für die Hohnsteiner in die Pause, allerdings war bei nur einem Treffer Rückstand noch nichts verloren.
In der Pause hatten sich die Hohnsteiner eigentlich viel vorgenommen, leisteten sich aber in der 48. Minute bereits den nächsten Fehler im Spielaufbau. Durch diesen konnte sich der Kapitän der Ullersdorfer Dennis Reinsch über die rechte Seite der Hohnsteiner durchsetzen. Im Hohnsteiner Strafraum angekommen hatte er dann das Auge für den in der Mitte mitgelaufenen Thomas Drechsel, welcher den Ball aus sechs Metern problemlos über die Linie drücken konnte. Damit waren die Hohnsteiner Vorsätze bereits nach drei Minuten wieder über Haufen geworfen. Trotzdem bewies die Mannschaft Moral und versuchte weiter nach vorn zu spielen. Allerdings standen sie dabei vor demselben Problem, wie schon in den letzten beiden Spielen, entweder der entscheidende Pass kommt zu ungenau oder auch beste Chancen werden liegengelassen. Das so etwas im Fußball eiskalt bestraft wird und Hohnstein im generellen die Seuche am Fuß zu haben scheint, zeigte sich dann in der 66. Minute. Hohnstein bekommt einen Angriff der Ullersdorfer nicht entscheidend geklärt, so kann sich Tim Herrmann bis in den Hohnsteiner Sechszehner durchsetzen und dessen Schuss aus zwölf Metern wird dann noch zu allem Überfluss durch ein Hohnsteiner Verteidigerbein unhaltbar in die kurze Ecke gelenkt. Fünf Minuten später wird es dann noch bitterer für die Hohnsteiner als Thomas Drechsel im Hohnsteiner Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen ist. Logische Konsequenz Strafstoß für Ullersdorf, diesen legt sich Marcel Hauke zurecht und zielt genau ins rechte untere Eck, Gorek im Hohnsteiner Kasten entschied sich zwar für die richtige Ecke, konnte den Ball aber nicht entscheidend ablenken. In der Folge muss man es den Hohnsteinern hoch anrechnen, dass sie sich trotz des deutlichen Rückstandes nicht aufgaben und weiter versuchten eigene Treffer zu erzielen. Dies gelang dann auch endlich in der 79. Minute, als Uwe Hausdorf mit seiner Flanke den Kopf von Aleksandar Thomas fand und dieser aus 8 Metern einnicken konnte. Gleich vier Minuten später durften die Hohnsteiner erneut jubeln. Diesmal flankte Maik Puttrich von rechts und am kurzen Pfosten hielt Martin Eichler zuerst den Kopf in den Ball und markierte den zweiten Hohnsteiner Treffer. Nun keimte bei den Hohnsteinern noch einmal kurz Hoffnung auf und es wurden sich auch immer wieder gefährliche Möglichkeiten erspielt, ein weiterer Treffer wollte indes nicht gelingen und so blieb es am Ende bei einer 2:4-Niederlage für die Hohnsteiner.
Am kommenden Wochenende gastiert dann die zweite Mannschaft des BSV Sebnitz in Hohnstein, was für die Hausherren die nächste Möglichkeit sein sollte um wiedermal drei Punkte einzufahren.