Kategorie: Abteilung Fußball

07.11.15 Hohnsteiner SV – SC Einheit Bahratal-Berggießhübel 6:3 (4:3)

Der hart umkämpfte Sieg gegen den FSV Bad Schandau in der Vorwoche musste am vergangenen Wochenende durch Hohnsteiner schwer bezahlt werden. Mit zwei Gelb/Rot-gesperrten Spielern und zwei Spielern die ihre fünfte gelbe sahen. Damit standen Hohnstein gegen den Tabellenvierten aus Bahratal gleich vier Stammkräfte nicht zu Verfügung. Trotzdem konnte man 12 fitte Spieler aufbieten, die mit der klaren Maßgabe die positive Serie Hohnsteiner auszubauen an den Start gingen.
Anscheinend hatte Trainer Jens Heymann vor dem Spiel auch die passenden Worte gefunden, denn von Beginn an übernahm Hohnstein das Heft der Handlung und schnürte die Gäste zumeist in der eigenen Hälfte ein. Lies Hohnstein in den vorangegangenen Spielen zumeist auch die besten Chancen liegen, wurde an diesem Tag gleich die erste gute Möglichkeit in der fünften Minute genutzt. Nach einer Flanke durch Stev Eckardt von der rechten Seite, war Aleksandar Thomas am langen Pfosten seinem Bewacher enteilt und brachte das Spielgerät mit einem mustergültigen Kopfball im langen Toreck unter. Damit schienen die Weichen an diesem Tag gestellt zu sein, was aber in den anschließenden 30 Minuten des Spiels passierte, kann vor allem für die angereisten Zuschauer als sehr unterhaltsam bezeichnet werden. Hohnstein bestimmte zwar weiter das Spiel, lies sich aber in der Defensive zu einigen unnötigen Foulspielen hinter der Mittellinie hinter der Mittellinie hinreißen. Für diese hatten die Gäste aus Bahratal mit Sebastian Böhme einen Spezialisten in ihren Reihen, der diese Bälle immer wieder gefährlich vor das Hohnsteiner Tor schlug. So geschehen in der 14. Minute, als er einen Freistoß von der rechten Seite an den Fünfmeterraum des Hohnsteiner SV zog. Dort eilte Gorek aus seinem Kasten um den Ball abzuwehren, dabei kam er auch mit den Fäusten an den Ball, ehe er von gleich zwei Bahratalern hart angegangen und zu Fall gebracht wurde. Allerdings schien das für den Schiedsrichter kein Grund zu sein auf Freistoß zu entscheiden, wodurch sich Marco Standke im Gewühl an den Ball kam und zum Ausgleich für die Gäste einnetzen konnte. Trotz heftiger Diskussionen seitens der Hohnsteiner nahm der Schiedsrichter seine Entscheidung nicht zurück. Seine Begründung war, dass nach neuester Regelauslegung der Schutz des Torhüters im Fünfmeterraum nicht mehr so hart gepfiffen wird. Durch diesen Freifahrtsschein kann Hohnstein in Zukunft zumindest etwas Kreide sparen, da der Fünfmeterraum anscheinend nicht mehr von Belang ist. Durch diesen unglücklichen Ausgleich gegen die Hohnsteiner ließen diese sich aber keinesfalls die Lust am Spiel nehmen, sondern spielten weiter munter nach vorn. Und nun sollte sich zeigen, dass Aleksandar Thomas in diesem Spiel zu Höchstform auflaufen sollte, denn in der 21. Minute folgte sein zweiter Streich. Wieder war es eine Flanke von Stev Eckardt über rechts und wieder stieg Aleksandar Thomas am langen Pfosten am höchsten und nickte den Ball zu erneuten Führung für Hohnstein ein. Auf dieser Führung wollte sich Hohnstein keinesfalls ausruhen und setzte die Bahrataler weiter unter Druck. In der 29. Minute bekamen die Hausherren dann einen Freistoß in Höhe der Mittellinie zugesprochen. Allerdings verunglückte dessen Ausführung etwas und der Ball landete direkt beim Libero der Bahrataler, doch dessen Klärungsversuch ging gründlich schief und segelte als Bogenlampe in den Strafraum der Gäste. Hier war es wieder Aleksandar Thomas der am schnellsten und lupfte den Ball per Kopf kurz vor dem herauseilenden Gästeschlussmann ins Tor. Ein Hattrick nach 29 Minuten und dabei alle drei Treffer per Kopf erzielt, es schien der Tag des Hohnsteiner Angreifers zu sein. Doch in der Folge schien sich Hohnstein seiner Führung etwas zu sicher zu sein und überließ den Gästen mehr Feldvorteile. Aus diesen resultierte in der 32. Minute ein Eckball für die Bahrataler. Dieser wurde auf dem am kurzen Pfosten freistehenden Marco Standke geschlagen, welcher den Ball zwar nicht auf das Hohnsteiner Tor aber an die Schulter von Stev Eckardt köpfte. Von wo das Spielgerät seinen Weg in den linken oberen Torwinkel des Hohnsteiner Gehäuses fand. Dieser Anschlusstreffer schien den Gästen nochmals Aufwind zu geben und so kamen sie drei Minuten später sogar zum Ausgleich. Vorangegangen war ein langer Ball in die Spitze bei dem Gorek im Hohnsteiner Kasten erst zu zögerlich reagierte und dann den Ball direkt vor die Füße von Philipp Wagner prallen lies, der aus 7 Metern problemlos zum Ausgleich einschieben konnte. Damit war die eigentlich souveräne Führung der Hohnsteiner binnen kürzester Zeit wieder egalisiert. Nun schienen die Hohnsteiner wieder aufgewacht und hatten mit Aleksandar Thomas einen Spieler in ihren Reihen, dem an diesem Tag einfach alles gelang. Nach einem Anspiel auf Thomas in der 37. Minute setzte er sich gegen seinen Gegenspieler in den Strafraum der Gäste durch und bewies, dass er es auch mit dem Fuß kann, als er den Ball mit einem satten Schuss aus 10 Metern im Gehäuse der Bahrataler unterbrachte. Damit hatten die Zuschauer in knapp 30 Minuten gleich 7 Treffer bestaunen können. Vier davon vom Hohnsteiner Aleksandar Thomas erzielt. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Hohnstein dann die Möglichkeit sogar noch auf 5:3 zu erhöhen. Nach einem schönen Querpass von Thomas kam Stev Eckardt am rechten Pfosten zum Torabschluss. Seine schöne Direktabnahme konnte der Schlussmann der Gäste allerdings noch über das Tor lenken. So ging es mit einer eigentlich unnötig knappen Führung für Hohnstein in die Pause.
Nach der Pause sah man Hohnstein an, dass sie das Spiel nun endlich entscheiden wollten, allerdings auf darauf bedacht waren, nicht noch ein unnötiges Gegentor der Gäste zu bekommen. Leider offenbarten die Hausherren dabei wieder die gleichen Probleme in der Chancenverwertung wie in den vorangegangenen Spielen. So wurden sich in regelmäßigen Abständen beste Möglichkeiten erspielt, etwas Zählbares sprang dabei allerdings nicht heraus. Unter anderem weil sich in gleich zwei Situationen Hohnsteiner Spieler frei vor dem Gästetor gegenseitig im Torabschluss behinderten. Die Gäste aus Bahratal blieben hingegen nur durch Freistöße aus dem Halbfeld gefährlich, die allesamt durch die Hohnsteiner Defensive geklärt werden konnten. Durch die mangelnde Chancenverwertung dauerte es bis zur 80. Minute ehe Hohnstein wieder jubeln durfte und das Spiel endgültig entscheiden konnte. Einen Freistoß auf der linken Seite legte sich Peter Mattusch zurecht und verwirrte dann mit seiner ganzen Erfahrung die Defensive der Gäste. Kurz bevor der den Freistoß ausführte tat er lauthals kund, denn Ball auf den bereits viermal erfolgreichen Aleksandar Thomas treten zu wollen. Durch diese Finte konzentrierten sich alle auf den Hohnsteiner Angreifer, wodurch Fabian Lenz am langen Pfosten völlig ungedeckt blieb. Der Freistoß fand dann genau den Kopf von Lenz, der keine Mühe hatte den Ball aus fünf Metern ins Gästetor einzunicken. In der 82. Minute veredelte Aleksandar Thomas dann seine Weltklasseleistung an diesem Tag mit seinem fünften Treffer und machte sind endgültig zum Mann des Spiels. Nach einem schönen Anspiel durch die Gasse von Jens Heymann, fand sich der Hohnsteiner Angreifer völlig frei vorm Gästetor. Diese Möglichkeit ließ er sich nicht nehmen und schob überlegt ins lange Eck zum 6:3 für Hohnstein ein. Die letzten Spielminuten wurden dann von Hohnstein ruhig zu Ende geführt und mit Schlusspfiff wurde vor allem der Fünffachtorschütze Thomas gefeiert.
Mit diesem Sieg bleibt Hohnstein auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen und verbessert sich auf dem sechsten Tabellenplatz. Diese Serie gilt es nun in den verbleibenden beiden Hinrundenpartien gegen Schönfeld und Langburkersdorf auszubauen. Wodurch man auf einem Platz im ersten Tabellendrittel überwintern könnte.

30.10.15 FSV 1924 Bad Schandau 1. – Hohnsteiner SV 1:2 (1:1)

Nach einem etwas unbefriedigenden Unentschieden gegen TuS Einheit Wehlen in der Vorwoche, reisten die Hohnsteiner am gestrigen Samstag zum Tabellennachbarn aus Bad Schandau. Hatte man in der Vorwoche noch 16 Spieler zur Verfügung, hatte das Personalkarusell in dieser Woche wieder ordentlich rotiert und so traten nur 12 Hohnsteiner die Reise nach Bad Schandau an. Nichtsdestotrotz sollten gegen Bad Schandau die nächsten drei Punkte mit nach Hohnstein genommen werden, auch um in der Tabelle weiter nach oben zu klettern und den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren.
So ging Hohnstein von Beginn an druckvoll zu Werke und spielte bei besten Fußballwetter munter nach vorn. Gerade über die beiden Außen Peter Mattusch und Aleksandar Thomas konnte man sich immer wieder gefährlich vor das Tor der Hausherren kombinieren. Eine solche Kombination wurde dann auch in der 14. Minute zum ersten Torerfolg genutzt. Nachdem sich Peter Mattusch über links in den Strafraum der Schandauer durchsetzen konnte, hatte er noch das Auge für den ebenfalls eingelaufenen Eric Richter. Diesen bediente er mit einem mustergültigen Flachpass und der Hohnsteiner Angreifer ließ sich nicht zweimal bitte und schob aus zehn Metern flach ins lange Eck zur Hohnsteiner Führung ein. Der FSV Bad Schandau auf der Gegenseite versuchte sich zumeist mit langen Bällen in die Spitze, die aber trotz tiefstehender Sonne immer wieder gut von der Hohnsteiner Defensive verteidigt werden konnten. Nach der frühen Führung blieb Hohnstein weiter am Drücker und erspielte sich Chance um Chance. Leider mit derselben Ausbeute wie in den Vorwochen. So kam Eric Richter beispielsweise in der 19. Minute nach einer Flanke von Aleksandar Thomas frei zu Kopfball setzte den Ball aus sieben Metern aber über das Tor. Auf der Gegenseite sorgte Bad Schandau für den ersten Aufreger. Nach einem langen Ball in die Spitze lief der Ex-Hohnsteiner Manuel Wende allein auf den Hohnsteiner Kasten zu, umkurvte Gorek im Hohnsteiner Kasten und schob dann ins leere Tor ein. Zum Glück für Hohnstein entschied Schiedsrichter Haufe aber auf Abseits und so blieben die Gäste weiter in Führung. In der 25. Minute dann wieder eine Großchance für Hohnstein, nach schönem Kurzpassspiel tauchte Martin Eichler frei vorm Tor der Hausherren auf, überlegte in dieser Situation aber zu lange und vertändelte den Ball. Vier Minuten später eine ähnliche Situation, diesmal konnte sich Aleksandar Thomas in den Strafraum der Schandauer durchsetzen. Doch auch er traf in dieser Situation die falsche Entscheidung und verlor den Ball beim Versuch am Schlussmann der Schandauer vorbeizugehen. Diese fahrlässige Chancenauswertung hätte sich dann in der 32. Minute fast gerächt. Wieder nach einem langen Ball in die Spitze, tauchte Herzog für die Schandauer allein vor Gorek im Hohnsteiner Kasten auf, auch er konnte ihn umkurven. Seinen Schuss klärte der gut mitgelaufene Andre Rothe zum Glück für die Hohnsteiner auf der Linie. In den letzten zehn Minuten vor der Pause, versuchte Hohnstein noch einmal die Führung aufzubauen, scheiterte aber wie so oft an der eigenen Abschlussschwäche. So hatte zum Beispiel Eric Richter noch eine gute Möglichkeit per Kopf und auch Jens Heymann setzte einen Schuss aus 16 Metern knapp neben das Tor. Hatte Hohnstein bei den zwei vorangegangenen gefährlichen Angriffen der Schandauer noch Glück gehabt, rächten sich nun die ausgelassenen Chancen in der 44. Minute. Wiederum gab es einen langen Ball in die Spitze, diesmal verschätzte sich die Hohnsteiner Defensive und so war Manuel Wende frei durch. Mit hohem Tempo ging er am Hohnsteiner Schlussmann vorbei und schob dann seelenruhig zum Ausgleich ein. Mit diesem für Hohnstein sehr enttäuschenden Unentschieden ging es dann zum Pausentee. Hier schwor sich die Mannschaft noch einmal ein und wollte in der zweiten Hälfte das Spiel endlich für sich entscheiden.
Waren die ersten 45. Minuten noch ein relativ normales Fußballspiel, hätte man in den zweiten 45 Minuten eine Warnung für Herzpatienten aussprechen müssen. Zunächst begann das Spiel ruhig und Hohnstein setzte die Schandauer wie schon in der ersten Hälfte weiter unter Druck, lies aber immer wieder gute Chancen zur erneuten Führung liegen. Exemplarisch dafür die 55. Minute, als sich Aleksandar Thomas sehenswert über rechts in den Strafraum durchsetzte und aus 8 Metern zum Torabschluss ansetzte. Der Ball strich zwar knapp am langen Pfosten vorbei, allerdings befand sich Eric Richter in dieser Szene völlig ungedeckt am Elfmeterpunkt, so dass ein Querpass vielleicht die bessere Alternative gewesen wäre. So blieb es weiterhin beim Unentschieden. Die Vielzahl der liegengelassenen Chancen hätte sich dann in der 60. Minute endgültig rächen können, als Bad Schandau seinen ersten wirklichen Angriff in der zweiten Hälfte vortrug. Nachdem der Schandauer Wiesegarth im Mittelfeld den Ball erobern konnte, hatte er das Auge und das nötige Gefühl im Fuß um den Ball genau in den Lauf des gestarteten Förster über die Hohnsteiner Abwehrreihe zu heben. Mit seinem Schuss traf dieser aber nur den herauseilenden Gorek, ehe er selbst ebenfalls noch gegen den Hohnsteiner Schlussmann prallte. Glücklicherweise konnte es nach einer kurzen Behandlungspause aber weitergehen. Nun war Hohnstein wieder am Drücker und man spürte vor allem den Willen der Gäste das Spiel gewinnen zu wollen. Dies sollte dann in der 68. Minute belohnt werden. Als nach einem Eckball der Torabschluss der Hohnsteiner nur den Pfosten traf, nutzte ein Schandauer das Gewirr im eigenen Strafraum um den Ball mit der Hand ins Toraus zu befördern. Dabei befand er sich allerdings genau im Blickfeld des Schiedsrichters, der folgerichtig auf Elfmeter für Hohnstein entschied. Dem fälligen Strafstoß nahm sich Kapitän Martin Eichler an und verwandelte abgeklärt und souverän flach ins rechte Toreck. Damit hatte Hohnstein die Führung wiederhergestellt und wähnte sich nun auf der Siegerstraße. Dieses Gefühl währte allerdings nicht lange. In der 72. Minute kam wieder Wiesegarth für die Schandauer im Mittelfeld an den Ball und wieder schaffte er es den Ball in den Lauf des gestarteten Förster zu heben. Doch auch diesmal war beim Schlussmann der Hohnsteiner Endstation. Den Versuch des Schandauer Angreifers den Ball flach einzuschieben, konnte er mit der linken Fußspitze vereiteln. Auf der Gegenseite ließen die Hohnsteiner wieder einmal selbst beste Möglichkeiten liegen. So traf Eric Richter in der 74.Minute einen verunglückten Befreiungsschlag des Schandauer Schlussmanns nicht richtig und setzte den Ball neben das (fast) leere Tor. In der Schlussviertelstunde warf nun Bad Schandau noch einmal alles nach vorn, um doch noch einen Punkt zu behalten. Kräftig unterstützt wurden sie dabei vom Schiedsrichter, der anscheinend ebenfalls der Meinung war, dass ein Unentschieden vielleicht besser wäre. So konnte man eigentlich bei jedem Körperkontakt der Hohnsteiner davon ausgehen, dass man die Pfeife des Schiedsrichters hörte und es Freistoß für die Hausherren gab. Damit konnte sich Hohnstein kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien und stemmte sich nun mit Mann und Maus gegen die Schandauer Angriffe und den Unparteiischen. Dadurch überschlugen sich nun die Ereignisse im und um den Hohnsteiner Strafraum. Zuerst tauchte nach einem Freistoß der Schandauer Alrammo völlig frei an Strafraumkante vor dem Hohnsteiner Tor auf. Seinen Schuss aus 14 Metern konnte Gorek allerdings zum Einwurf abwehren. Aus diesem Einwurf entstand dann ein Eckball für Bad Schandau, dieser wurde auf den langen Pfosten getreten, wo Manuel Wende zum Kopfball hochstieg. Diesen auf die lange Ecke gezogenen Ball konnte allerdings der auf der Linie postierte Tobias Schulz zum Glück für die Hohnsteiner abwehren. Doch damit war noch lange nicht Schluss, drei Minuten später kam Wiesegarth an der Strafraumgrenze der Hohnsteiner zum Torabschluss doch diesen Ball konnte Andre Rothe mit vollem Körpereinsatz zur Ecke abwehren, in dem er sich in den Ball warf. In der 90. Minute rückte sich dann der Schiedsrichter wieder einmal in den Fokus des Geschehens. Nach einem Freistoß für die Schandauer an der Mittellinie ging Gebauer im Hohnsteiner Strafraum zu Boden, nachdem er vom Hohnsteiner Kapitän Eichler leicht gehalten wurde. Für den Schiedsrichter eine eindeutige Sache, für alle anderen ein Elfmeter der Marke „Kann man geben, muss man aber nicht.“. Doch damit nicht genug, denn zur Überraschung aller schickte Schiedsrichter Haufe den Hohnsteiner Kapitän auch noch mit Gelb/Rot vom Feld. Nun stand die Hohnsteiner Führung auf Messers Schneide. Nach einigen Diskussionen legte sich Förster den Ball zum Strafstoß zurecht um für die Hausherren doch noch ein Unentschieden zu sichern. Doch dabei hatte er die Rechnung ohne Gorek im Hohnsteiner Kasten gemacht. Seinen platziert aber etwas zu schwach getretenen Elfmeter konnte der Hohnsteiner Schlussmann zum Jubel aller anwesenden Hohnsteiner abwehren. Nun hätte es für Hohnstein eigentlich schon ein Happyend geben können, doch wieder hatten die Hohnsteiner die Rechnung ohne den Schiedsrichter gemacht, der kurz darauf eine Nachspielzeit von unglaublichen fünf Minuten anzeigte. Diese hatte Hohnstein nun mit einem Mann weniger zu bestehen. Und auch diese sollte es nochmal in sich haben. Bad Schandau gab nun endgültig die Defensive auf und warf alles nach vor. Hohnstein auf der Gegenseite konnte sich kaum nennenswert vom eigenen Sechszehner entfernen. Zum Glück für die Hohnsteiner blieben die vorgetragenen Angriffe der Hausherren aber alle zu ungenau. In der 94. Minute schaltete sich nochmals der Schiedsrichter in das Geschehen ein. Nach einem Allerweltsfoul im Halbfeld entschied er nicht nur für Freistoß für Bad Schandau sondern zur Verwunderung aller auch noch auf Gelb für den Foulenden Matti Rothe. Da es auch für ihn schon die zweite Karte im Spiel im war, musste nun der nächste Hohnsteiner frühzeitig duschen gehen. Nun hieß es für die Hohnsteiner als mit 9 Mann die knappe Führung zu verteidigen. Dies wurde übrigens durch den Unparteiischen nochmals erschwert, als er die eh schon lange Verlängerung nochmals um zwei Minuten erhöhte. Doch auch dies konnte Hohnstein an diesem Tag nicht schlagen und so feierte man nach unglaublichen 97 Minuten in denen genug Stoff für drei Spiele vorhanden war einen vor allem durch unbändigen Willen und Moral erzielten Auswärtssieg.
Dieser muss nun zwingend in das kommende Duell übernommen werden, da man auch dank des Schiedsrichters nicht nur auf die zwei mit Gelb/Rot gesperrten Spieler verzichten muss, sondern auch noch zwei weitere Spieler ihre fünfte gelbe Karte sahen und ebenfalls in der nächsten Woche fehlen werden.

24.10.15 Hohnsteiner SV – TuS Einheit Wehlen 2:2 (0:1)

Nach einem vor allem über den Kampf errungenen Sieg gegen die zweite Mannschaft aus Reinhardtsdorf, hatte der Hohnsteiner SV am vergangenen Wochenende einen ganz anderen Gegner vor der Brust. Mit der TuS Einheit Wehlen reiste der derzeitige Tabellendritte nach Hohnstein, von dem die Hohnsteiner nach acht Spielen satte fünf Plätze trennen. Dadurch gingen die Hausherren natürlich entsprechend motiviert ins Spiel, wollte man doch beweisen, dass man sich zu Unrecht im Tabellenmittelfeld befindet.
In den Anfangsminuten agierten beide Mannschaften zumeist auf Augenhöhe und die wenigen Angriffsversuche wurden auf beiden Seiten durch die Abwehrreihen relativ schadlos vereitelt. In der Folge fand Hohnstein dann besser ins Spiel und band die Gäste zumeist in der eigenen Hälfte. Leider folgte dann in der 10. Minute wieder einer dieser kollektiven Aussetzer, wie sie in dieser jungen Saison schon so oft vorkamen. Nach einem Ballverlust der Hohnsteiner im Mittelfeld, schalteten die Wehlener schnell um. Dadurch konnte sich Riedel auf Seiten der Wehlener bis zur Hohnsteiner Grundlinie durchsetzen und von dort scharf in die Mitte spielen. Der Querpass fand den mitgelaufenen Weber, der in der Mitte seinen Bewachern enteilt war und er hatte aus sechs Metern keine Mühe den Ball über die Linie zu befördern. Damit hatten die Gäste gleich ihre Chance zur Führung genutzt. Dies schien nun aber die Hohnsteiner keineswegs zu hemmen sondern eher noch anzustacheln. Um dies vorweg zu nehmen, blieb der erste Torschuss auch der einzige in der kompletten ersten Halbzeit. Denn von nun an bestimmte nur noch Hohnstein das geschehen. Vor allem Aleksandar Thomas auf dem linken Flügel brachte dabei die Wehlener Defensive ein ums andere Mal in erhebliche Schwierigkeiten. So erarbeitet sich Hohnstein in regelmäßigen Abständen beste Tormöglichkeiten, allerdings bleibt es dasselbe Lied wie schon die gesamte Saison, trotz bester Möglichkeiten münzt man diese nicht in Tore um. Die besten Möglichkeiten hatten dabei Tobias Schulz mit einem Freistoß in der 18. Minute. Diesen zog er mit viel Wucht aufs kurze Eck, wodurch der Wehlener Keeper den Ball nur prallen lassen konnte. Hier stand eigentlich Felix Nowak goldrichtig, scheiterte aber aus Nahdistanz im ersten Versuch am liegenden Wehlener Schlussmann und im zweiten Versuch an einem auf der Linie stehenden Wehlener. Von dort prallte der Ball zurück zu Peter Mattusch, der den Ball aus 16 Metern aber über das Tor setzte. Gleich drei Minuten später die nächste dicke Chance für Hohnstein. Nach einem abgewehrten Eckball nahm Uwe Hausdorf mit einem Volleyschuss von der Strafraumkante Maß auf das Kreuzeck. Der an diesem Tag glänzend aufgelegte Schlussmann der Wehlener wischte den Ball allerdings noch über die Latte. Auch in der Folge hielt Hohnstein den Druck aufrecht und so gab es in der 28. Minute die nächste gute Chance. Nach einem Querpass von Aleksandar Thomas vor das Wehlener Tor, verpasste erst Christian Schneider den Ball, allerdings war auch Felix Nowak eingelaufen und versuchte sich mit einem Torabschluss, traf aber symptomatischer Weise nur Christian Schneider auf der Torlinie. In der 32. Minute durfte sich dann der nächste Hohnsteiner versuchen. Wiederum nach einem Querpass von Aleksandar Thomas fand sich nun Martin Eichler völlig frei vor dem Wehlener Kasten, doch auch ihm versagten die Nerven und so setzte er den Ball aus 8 Metern neben das Tor. Damit war mit dem lustigen Scheibenschießen allerdings noch lange nicht Schluss. In der 36. Minute setzte Christian Schneider nach einer Flanke von links noch einen Kopfball ans Lattenkreuz und kurz vor der Pause scheiterte Aleksandar Thomas noch einmal mit einem Schuss am Wehlener Schlussmann. Alles in allem konnten sich die Gäste aus Wehlen schon zur Pause bei den Hohnsteinern bedanken, dass sie immer noch in Führung lagen.
Für die zweite Hälfte hatten sich die Hohnsteiner viel vorgenommen, vor allem nun endlich ihre Chancen in Tore umzuwandeln. Allerdings schien man mit Wiederanpfiff noch nicht wieder vollständig auf dem Platz zu stehen. Denn aus dem Hohnsteiner Anstoß resultierte kurioserweise ein Einwurf für Wehlen. Diesen führten die Gäste schnell aus und spielten den Ball zum in der Halbzeit eingewechselten Spielertrainer Schwefel. Dieser fand sich völlig blank rechts vorm Hohnsteiner Strafraum und hatte Zeit zu einem Kunstschuss anzusetzen, indem er den Ball mit viel Gefühl über den zu weit vorn stehenden Gorek im Hohnsteiner Kasten, ins linke Kreuzeck hoch. Dies bedeutet das zweite Tor mit dem zweiten Torschuss, so etwas nennt man wohl Effizienz und genau diese fehlt den Hohnsteinern zurzeit. Was man der Mannschaft anrechnen muss, auch nach dem zweiten Gegentreffer gab sie sich nicht auf und drängte weiter auf ein eigenes Tor. Allerdings mit genauso viel Erfolg wie in der ersten Hälfte. Wieder erspielte man sich beste Möglichkeiten und wieder kam nichts zählbares dabei heraus, außer dass sich der Wehlener Schlussmann ein ums andere Mal auszeichnen konnte. Die beste Möglichkeit um den Rückstand zu verkürzen hatte dabei Tobias Schulz. Nach einem klaren Foul an Aleksandar Thomas im Wehlener Strafraum entschied der Schiedsrichter folgerichtig auf Strafstoß für Hohnstein. Zwar zielte Schulz flach auf das linke untere Toreck, doch auch hier war Schnepp im Wehlener Tor wieder zu Stelle und konnte den Ball klären. Damit schien das Wehlener Tor endgültig wie vernagelt. Die liegengelassenen Chancen hatten sich dann in der 66. Minute endgültig rächen können, als der Wehlener Weber nach einem Konter frei vor dem Hohnsteiner Tor auftauchte. Allerdings scheiterte er im 1-gegen-1 an Gorek im Hohnsteiner Kasten. Übrigens der erste Torschuss an diesem Tag, der für die Gäste kein Tor einbrachte. Hohnstein hingegen mühte sich weiter und wurde in der 74. Minute endlich durch Aleksandar Thomas belohnt. Nach einer verunglückten Flanke der Hohnsteiner machte sich der Wehlener Torwart in der Mitte schon bereit den Ball aufzunehmen. Doch plötzlich schoss der Hohnsteiner Angreifer von links dazwischen und konnte ihm den Ball noch vor den Händen wegspitzeln, um dann ins leere Tor einzuschieben. Nun blieben Hohnstein noch 15 Minuten um das Ergebnis doch noch gerade zu rücken. Die Hausherren warfen nun alles nach vorn und stellenweise glich das Spiel einer Belagerungssituation des Wehlener Strafraums. Wodurch sich die Gäste fast nur noch auf das Rausschlagen der Bälle konzentrierten. In der 84. Minute war es dann für die Hohnsteiner endlich soweit. Unter gütiger Mithilfe eines Wehlener Verteidigers krönte Aleksandar Thomas seine Leistung an diesem Tag. Denn ebenjener Verteidiger beförderte eine Flanke des Hohnsteiner Angreifers unhaltbar in die Maschen und zum Ausgleich für die Hohnsteiner. In den verbliebenen sechs Minuten wollte Hohnstein das Spiel nun endgültig drehen und hatte auch fast minütlich die Chance dazu. Doch nun schlich sich wieder die Harmlosigkeit in den Hohnsteiner Angriff ein. Mit gefühlten 50 Schüssen auf das Wehlener Tor traf man eigentlich alles, nur eben nicht ins Tor. So stand für die Hohnsteiner am Ende ein, zwar auf dem Papier, sehr achtbares Unentschieden gegen den Tabellendritten zu Buche. Vom Spielverlauf her waren aber alle enttäuscht, denn so viele Chancen wie an diesem Tag hatte man sich in dieser Saison noch nicht erspielt. Leider vermisste man bis zum Schluss sich dafür zu belohnen.
Nichtsdestotrotz hat man gezeigt, dass man immer in der Lage ist ein Spiel zu drehen und sich vor vermeintlich besseren Mannschaften nicht verstecken muss. Nur die Sache mit der Chancenverwertung sollte endlich mal klappen. Die nächste Chance den Knoten zum Platzen zu bringen bietet sich am nächsten Wochenende, wenn man beim Tabellennachbarn in Bad Schandau antritt.

17.10.15 SG Traktor Reinhardtsdorf – Hohnsteiner SV 1:2 (1:1)

Nachdem man im letzten Saisonspiel gegen Sachsen Müglitztal die ersten drei Punkte der Saison eingefahren hatte, ging es am vergangenen Wochenende zur zweiten Mannschaft der SG Traktor Reinhardtsdorf. Die Reinhardtsdorfer waren ähnlich wie die Hohnsteiner sehr durchwachsen in die laufende Saison gestartet und so wollten die Hohnsteiner ihre Chance nutzen und gleich den nächsten Sieg einfahren. Die Vorzeichen dafür waren allerdings nicht besonders aufmunternd, standen beim letzten Heimspiel noch 16 Akteure zu Verfügung, waren es nun mit Ach und Krach 12 Spieler, einige davon gesundheitlich angeschlagen.
Nichtsdestotrotz wollten die Hohnsteiner beweisen, dass sie nach einem verpatzten Saisonstart eigentlich zu Unrecht im unteren Tabellendrittel stehen. Die Partie begann dann aber etwas verhalten, so dass sich das Geschehen zumeist um den Mittelkreis abspielte, unterbrochen nur von einzelnen Angriffsversuchen beider Mannschaften. Nach etwa zehn Minuten gewann dann Hohnstein immer mehr die Oberhand gegen gut verteidigende Hausherren, konnte seine Feldvorteile allerdings noch nicht in aussichtsreiche Möglichkeiten umsetzen. Reinhardtsdorf setzte in dieser Phase vermehrt auf lange Bälle in die Spitze um die wendigen Stürmer in Szene zu setzen. Mit diesem Rezept schienen die Reinhardtsdorfer auch mehr Aussichten auf Erfolg zu haben. Nach einem abgefangenen Ball in 17. Minute ging es für die Hausherren schnell nach vorn. Ein Ball auf die linke Hohnsteiner Seite, sahen die meisten Hohnsteiner Spieler schon im Aus, allerdings nicht ein Spieler von Reinhardtsdorf. Dieser erreichte den Ball noch kurz vor der Seitenauslinie und konnte sich im Anschluss bis auf die Grundlinie durchsetzen. Von dort spielte er den Ball mustergültig flach in die Mitte auf den ebenfalls mitgelaufenen Glaser, der aus 8 Metern Torentfernung nur noch den Fuß in den Ball halten musste um die Führung für Reinhardtsdorf zu erzielen. In den Folgeminuten wirkte Hohnstein etwas geschockt vom unerwarteten Gegentreffer und hatte Mühe wieder ins Spiel zu finden. So kamen die Reinhardtsdorfer in der Folge noch zu zwei guten Möglichkeiten, die aber beide nichts einbrachten. Langsam fingen sich nun die Hohnsteiner wieder. Erstes Zeichen das man gewillt war den Rückstand nicht hinzunehmen, setzte Tobias Schulz in der 30. Minute. Sein sehenswerter Schuss aus 25 Metern traf zum Pech für die Hohnsteiner nur die Querlatte. In der Folge drängte Hohnstein die Hausherren zumeist tief in die eigene Hälfte blieb aber bei den Abschlüssen meist zu ungenau oder man übersah den besser postierten Nebenmann. So dauerte es bis zur 44. Minute ehe Hohnstein das erste Mal jubeln durfte. Nachdem Christian Schneider schön im Strafraum der Reinhardtsdorfer freigespielt wurde, zog er mit dem Spielgerät am Fuß nach links und konnte seinen Bewacher abschütteln, um dann mit seinem eigentlich schwächeren linken Fuß aus spitzen Winkel zum Ausgleich einzuschieben. Nach seinem zweiten Saisontor mit links sollte er eventuell noch einmal darüber nachdenken, welcher eigentlich sein starker Fuß ist. Mit diesem verdienten Ausgleich ging es dann für die Hohnsteiner in die Pause, wo man sich vornahm das Spiel nun noch komplett zu drehen.
Nach Wiederanpfiff zeigte sich zunächst aber ein offenes Spiel zwischen den Strafräumen bei dem beide Mannschaften immer wieder gefährlich vor die gegnerischen Tore kamen, zumeist aber keine echte Torgefahr entstand. So war in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff kaum auszumachen wer diese Parte für sich entscheiden würde. Erst in der 73. Minute stellte Stev Eckardt die Weichen für einen Auswärtssieg der Hohnsteiner. Nach dem er sich in seiner unnachahmlichen Art über rechts gegen drei Gegenspieler durchgesetzt hatte, lief er mit Ball am Fuß die Grundlinie entlang Richtung Reinhardtsdorfer Kasten. Um dann sieben Metern vor dem Tor aus spitzestem Winkel ins kurze Eck zur Führung für Hohnstein zu verwandeln. Keine fünf Minuten später hatte dann Aleksandar Thomas die Möglichkeit die Führung für die Hohnsteiner noch zu Erhöhen. Nachdem er von Christian Schneider schön durch die Gasse freigespielt wurde, tauchte er allein vorm Reinhardtsdorfer Schlussmann auf und brachte den Ball auch im gegnerischen Kasten unter. Leider hatte der Schiedsrichter aber in dieser Situation eine Abseitsstellung erkannt und gab den Treffer leider nicht. So ging es in eine spannende Schlussviertelstunde in der die Hausherren aus Reinhardtsdorf noch einmal alles nach vorn warfen. Hohnstein merkte man in dieser Phase eine leichte Verunsicherung aufgrund des suboptimalen Saisonverlaufs an, so dass das Spiel der Hohnsteiner durchaus als hektisch zu bezeichnen war. Trotzdem hielt die Hohnsteiner Defensive, die bis zum Ende des Spiels nur zwei echte Torschüsse von Reinhardtsdorf zuließ, welche aber von Gorek im Hohnsteiner Kasten pariert werden konnten. Nach 90 Minuten standen dann verdiente drei Punkte, da man trotz dünner Personaldecke eine vor allem kämpferisch starke Partie abgeliefert hatte und sich über weite Strecken des Spiels als geschlossene Mannschaft präsentierte.
Mit einer Miniserie von zwei Siegen geht es nun am kommenden Wochenende gegen den Tabellendritten aus Wehlen. Mit diesem Heimspiel steht sicherlich eine schwere Aufgabe für die Hohnsteiner an, die aber lösbar sein sollte, wenn man wie am vergangenen Wochenende gemeinsam an einem Strang zieht.

03.10.15 Hohnsteiner SV – SV Sachsen Müglitztal/LSV Gorknitz 2. 4:0 (1:0)

Am Tag der deutschen Einheit begrüßte der Hohnsteiner SV bei bestem Fußballwetter die Spielgemeinschaft aus Müglitztal und Gorknitz auf dem heimischen Rasen. Nach den eher frustrierenden Ergebnissen der Vorwochen sollte für die Hohnsteiner nun endlich der erste Dreier herausspringen, damit die Formkurve endlich nach oben korrigiert werden kann. Etwas mehr Brisanz erhielt das Duell durch den Fakt das Uwe Hausdorf erstmals im direkten Duell auf seinen Bruder in Reihen der Gorknitzer treffen sollte.
Nach dem Anpfiff war allerdings erst einmal wenig davon zu erkennen, das Hohnstein dieses Duell für sich entscheiden wollte. So wurden in den ersten zehn Minuten immer wieder leichtfertig Bälle im Spielaufbau verloren, wodurch ein echter Spielfluss kaum zustande kam. Müglitztal auf der Gegenseite setzte von Beginn an auf lange Bälle in die Sturmspitze, wo der wendige Lutz Dirck genau auf diese Bälle wartete. So gelang es diesem in den ersten zehn Minuten auch gleich zweimal gefährlich vor dem Hohnsteiner Kasten aufzutauchen, beide Male war allerdings beim Hohnsteiner Schlussmann Gorek Endstation. Nun fand Hohnstein langsam besser ins Spiel und kombinierte sich teilweise sehr gut bist vor das Tor der Gäste. So prüften Aleksandar Thomas und Martin Eichler den Schlussmann der Gäste jeweils mit Schüssen von der Strafraumkante. Beide Male konnte er den Ball nicht im ersten Versuch sichern, leider kam Christian Schneider als einzige Hohnsteiner Spitze in beiden Situationen einen Schritt zu spät um Kapital aus dieser Unsicherheit zu schlagen. In der 23. Minute durften die Hohnsteiner aber dann doch jubeln. Grund war ein Geniestreich von Richard Hohlfeld, der im Mittelfeld den Ball eroberte und dann den Blick für den gestarteten Andre Rothe hatte. Mit einem gefühlvollen Heber über die Defensivreihe der Gäste direkt in den Lauf von Rothe, spielte er diesen so frei, dass er nur noch den Schlussmann der Müglitztaler vor sich hatte und eiskalt mit einem flachen Schuss ins lange Eck zur Führung für die Hohnsteiner verwandeln konnte. Nach der Führung bestimmte Hohnstein weiter das Geschehen, vermisste es allerdings wie so oft noch einen weiteren Treffer nachzulegen. Exemplarisch dafür, war die Chance für Martin Eichler in der 33. Minute, als er sich gegen zwei Gegenspieler in den Strafraum der Gäste durchsetzte. Sein Schuss durch die Beine des Keepers aus Müglitztal trudelte zwar in Richtung Torlinie, konnte dort aber von einem mitgelaufenen Verteidiger in letzter Sekunde geklärt werden. Müglitztal beschränkte sich zumeist auf lange Bälle, die die Hohnsteiner Defensive aber immer besser unter Kontrolle bekam, so dass man die knappe Führung relativ unbeschadet in die Pause bringen konnte.
Nach dem Seitenwechsel drehten dann die Gäste noch einmal richtig auf und Hohnstein hatte arge Probleme damit erstens ins Spiel zu finden und zweitens sich der Angriffe zu erwehren. Nach 55. Minuten ebbte dann aber der Angriffsdrang der Müglitztaler wieder etwas ab und Hohnstein konnte endlich wieder sein Spiel vortragen. Dies wurde in der 60. Minute auch sofort belohnt. Nach dem sich der zur Halbzeit eingewechselte Maik Puttrich über links durchsetzen konnte, fand er mit einer butterweichen Flanke den in den Strafraum eingelaufenen Eichler. Dieser hatte aus elf Metern keine Probleme den Schlussmann mit einem flachen Schuss ins Eck zu überwinden. Mit einer etwas komfortableren Führung im Rücken setzte Hohnstein nun alles daran, die Torquote weiter nach oben zu schrauben. In der 68. Minute kam es dann allerdings wieder zu einer Situation wie gegen Lohmen in der Vorwoche. Während eines Angriffs der Hohnsteiner schossen gefühlt sechs Spieler auf das Tor der Gäste, allerdings schaffte es keiner den Ball auch im Gehäuse unterzubringen. Man traf alles, den Torhüter, Verteidiger, das Aluminium nur eben nicht in die Maschen. Glücklicherweise machte es dann Christian Schneider in 75. Minute besser. Nach einem langen Abschlag, den er gut gegen die Verteidiger der Gäste behauptete und einem Doppelpass mit Aleksandar Thomas, stand er völlig frei vor dem Tor der Müglitztaler. Dort ließ er sich die Chance nicht nehmen und verwandelte mit einem gefühlvollen Schlenzer, mit seinem schwachen linken Fuß, ins lange Eck zum 3:0 für Hohnstein. Damit war die Partie so gut wie entschieden, allerdings muss man den Gästen an dieser Stelle ein großes Kompliment machen, denn auch bei einem Drei-Tore-Rückstand gaben sie keineswegs auf und setzten die Hohnsteiner Defensive immer wieder mit schnellen Angriffen unter Druck. Allerdings hielt die Hohnsteiner Defensive an diesem Tag, manchmal auch mit etwas Glück, den Angriffsversuchen stand. Den Schlusspunkt an diesem Tag setzte dann Maik Puttrich in der 87. Minute. Nach dem sich der ebenfalls eingewechselte Stev Eckardt auf der rechten Seite gegen zwei Gegenspieler durchsetzen konnte, sah er den auf der linken Seite völlig blank stehenden Puttrich und bediente ihn mit einem mustergültigen Pass in die Gasse. Dieser hatte nun nur noch den Schlussmann der Gäste vor sich und schob aus 10 Metern überlegt zum 4:0 in die kurze Ecke ein. Damit war das Spiel endgültig entschieden und Hohnstein konnte sich wenige Minuten später über den ersten Dreier der Saison freuen. Dieses Erfolgserlebnis gilt es nun über das kommende spielfreie Wochenende zu konservieren, ehe es in zwei Wochen zum Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft der SG Traktor Reinhardtsdorf geht.

26.09.15 FSV 1923 Lohmen 2. – Hohnsteiner SV 2:0 (0:0)

Nach einer vor allem starken kämpferischen Leistung der Hohnsteiner gegen den SV Struppen in der Vorwoche und einem damit verbundenen verdienten Unentschieden, mussten die Burgstädter an diesem Wochenende gegen die 2. Mannschaft des FSV Lohmen antreten. Hier sollte für die Hohnsteiner endlich der Knoten platzen und der erste Dreier der Saison eingefahren werden. Die Vorzeichen für dieses Vorhaben sahen dabei nicht schlecht aus, denn immerhin meldeten sich 15 Spieler einsatzbereit.
Vom Anpfiff weg übernahm Hohnstein auch das Heft der Handlung und setzte die Gastgeber ab der ersten Minute in der eigenen Hälfte fest. Die sporadischen Gegenangriffe der Lohmener konnten dabei zumeist schon kurz hinter der Mittellinie gestoppt werden. Trotzdem dauerte es gut 20 Minuten ehe Hohnstein die erste dicke Torchance verbuchen konnte. Maik Puttrich hatte sich über die rechte Seite gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt, sein satter Schuss von der Strafraumgrenze strich allerdings knapp am kurzen Pfosten vorbei. In der Folge war es dann wie so oft in den Vorwochen, Hohnstein spielte oft sehr sehenswert bis zum gegnerischen Strafraum, ab dort scheinen den Akteuren immer wieder die Nerven zu versagen. Nächstes Beispiel dafür, nach 28. Minuten landet eine Hereingabe von rechts direkt vor den Füßen von Fabian Lenz. Dieser steht völlig blank etwa 8 Meter zentral vor dem gegnerischen Tor, setzt den Ball allerdings rechts neben den Pfosten. Nach 35. Minuten ist es abermals Fabian Lenz der die Hohnsteiner Führung auf dem Fuß hat. Nach einem schönen Pass in die Gasse taucht er frei vorm Schlussmann der Hausherren auf, scheitert mit seinem Schuss aber an diesem. Die wenigen Torabschlüsse der Lohmener in der ersten Hälfte bleiben allesamt harmlos und bilden keine große Gefahr für das Hohnsteiner Gehäuse. So geht die Partie etwas unglücklich für die Hohnsteiner mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause. Dort wird die Mannschaft noch einmal darauf eingeschworen, nicht die Nerven zu verlieren und weiter konsequent nach vorn zu spielen, schließlich muss es mit dem Torerfolg irgendwann mal klappen.
Leider schleicht sich nach 50 Minuten die erste Unkonzentriertheit in der Hohnsteiner Hintermannschaft ein, die die Hausherren sofort eiskalt ausnutzen. Nach einem Rückpass auf Gorek sucht dieser vergeblich eine Anspielstation und entscheidet sich aus nicht nachvollziehbaren Gründen gegen einen langen Ball und klärt das Spielgerät stattdessen eher unglücklich ins Seitenaus. Diesen Einwurf führen die Lohmener gedankenschnell auf den im Hohnsteiner Strafraum völlig frei stehenden Schmidt. Dieser scheitert aus Nahdistanz zweimal an Gorek im Hohnsteiner Kasten, hat aber das Glück, dass er den Ball auch noch ein drittes Mal direkt vor die Füße bekommt. Diese Möglichkeit nutzt er schließlich und schiebt zum überraschenden 1:0 für Lohmen ein. In der Folge setzt Lohmen nur noch auf die Defensive und Hohnstein rennt immer wieder gegen die Abwehr der Hausherren an. Allerdings genau wie in der ersten Hälfte ohne das entscheidende Quentschen Glück. So verhindert entweder ein Gegenspieler, der Torwart oder das Aluminium immer wieder einen Treffer der Hohnsteiner. Bestes Beispiel für die momentane Hohnsteiner Harmlosigkeit im Angriff dann in der 69. Minute. Nach einem Angriff der Hohnsteiner versuchen sich gleich fünf Hohnsteiner den Ball nach diversen zurückspringenden Bällen daran den Ball im Lohmener Tor unterzubringen. Allerdings treffen sie dabei alles, Beine, den Torhüter, Pfosten, nur eben nicht ins Tor der Lohmener. Diese Harmlosigkeit wird dann in der 86. Minute endgültig von den Lohmenern bestraft. Nach einer Einwurfentscheidung für Lohmen, in deren Folge ein Lohmener Spieler die Chance nutzt um auf Zeit zu spielen und zu Recht eine gelbe Karte erhält, warten alle Hohnsteiner darauf das der Schiedsrichter einen Freistoß für Hohnstein anzeigt. Dieser handelt allerdings regelkonform und gibt Einwurf für Lohmen, wieder ist dabei ein Lohmener ungedeckt, diesmal ist es Losinski der kurz hinter der Mittellinie völlig frei stehend an den Ball kommt. Im Anschluss begibt er sich mit dem Spielgerät auf die Reise Richtung Hohnsteiner Tor um dann mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze ins rechte Kreuzeck zur 2:0-Führung für Lohmen zu verwandeln. Damit war die Partie eigentlich entschieden, doch Hohnstein erhielt in der 89. Minute noch einmal eine Minimalchance den Rückstand noch zu verkürzen. Nach einem Eckball entscheidet der Schiedsrichter auf gefährliches Spiel, aufgrund eines hohen Beines, im Lohmener Strafraum. Die Folge, ein indirekter Freistoß von der Linie des Fünfmeterraums für Hohnstein. Lohmen sicherte das Tor dabei mit allen 11 Spielern ab, ehe Tobias Schulz zum Freistoß schritt. Doch auch aus fünf Metern zentral vor dem Tor schaffen es die Hohnsteiner nicht, den Ball in eben diesem unterzubringen.
Nach 90 Minuten war es dann eigentlich das gleiche wie schon in den Spielen zuvor, eigentlich hatten die Hohnsteiner mehr vom Spiel, schafften es aber über die gesamte Spielzeit nicht, dies auch in Tore umzumünzen. So ist es wie immer im Fußball, am Ende rächt sich dies in Gegentoren.
In der kommenden Woche ist die Spielgemeinschaft aus Mühlbach und Gorknitz zu Gast in Hohnstein, hoffen wir, dass dort endlich der Knoten für die Hohnsteiner platzt.
Zum Schluss noch ein kleiner Nachtrag zum Spiel, nach der Partie in Lohmen gab Co-Trainer Rene Thomas seinen Rücktritt bekannt. Dies ist allerdings keineswegs den sportlichen Ergebnissen der Hohnsteiner geschuldet, sondern den privaten und beruflichen Verpflichtungen des Co-Trainers. Der Verein bedankt sich an dieser Stelle noch einmal herzlich für die geleistete Arbeit von Rene Thomas und wünscht im beruflich und privat alles Gute für die Zukunft.